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Dialog-backdrop Experte: Chrysler-Übernahme durch Magna wenig wahrscheinlichAutoexperte Ferdinand Dudenhöffer glaubt weder an eine Übernahme Chryslers durch Magna noch an einen gerüchteweise kolportierten Einstieg der Russen beim Autozulieferer Die brodelnde Gerüchteküche um Magna wurde am Mittwoch abend vom deutschen Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer doch etwas abgekühlt. Der renommierte Branchenkenner meinte in der Nachrichtensendung ZIB 2, dass er weder an eine Übernahme von Chrysler durch Magna noch an einen Einstieg russischer Investoren beim Autozulieferer glaube. Dies aus folgenden Gründen: Magna würde sich durch einen Chrysler-Kauf im operativen Geschäft mehr schaden als nützen. Zwar trägt Chrysler schon bisher zu einem signifikanten Teil zum Magna-Umsatz bei, doch müsse Magna auch auf seine anderen Grosskunden, darunter vor allem General Motors, Ford und Mercedes, achten. Dudenhöffer: "Es ist problematisch, wenn die grossen Hersteller dann bei einem Konkurrenten Teile beziehen und dort ihre Baupläne offenlegen müssen". Ganz abgesehen davon würde sich Magna bei einer Chrysler-Übernahme mit Problemen belasten, die man lieber vermeidet, etwa die hohen Sozialkosten, die die Erträge des Autokonzerns drücken. Auch sei die Modellpolitik Chryslers verbesserungswürdig. Autoentwicklung und -vermarktung sei aber noch nie ein Kerngeschäft von Magna gewesen. Wahrscheinlicher komme ihm vor, dass Magna im Falle einer Filetierung von Chrysler an bestimmten Entwicklungs- und Konstruktionsbereichen interessiert ist und dort zuschlagen könnte. Diese Variante wurde bereits vom WirtschaftsBlatt in der Dienstag-Ausgabe als wahrscheinlichste ins Spiel gebracht. Ebenfalls die denkbare Situation, dass chinesische Autohersteller bei Chrysler zuschlagen könnten. Dudenhöffer: "Die Chinesen brauchen Marken, Marken, Marken, um im Westen Fuss zu fassen". Namentlich erwähnte Dudenhöffer den Konzern First Automotive Works (FAW) aus Dalian als in Frage kommenden Interessenten. Was das zweite Gerücht betrifft - einen eventuellen Einstieg russischer Investoren bei Magna -, so weist Dudenhöffer auch diese Variante als unwahrscheinlich zurück. Durch die überproportionalen Stimmrechte, die Magna-Chef Frank Stronach aus seinen Stammaktien ableitet, hätten die Russen auch bei der Übernahme grosser Anteile wenig bis gar nichts zu reden und somit auf den Konzern wenig Einfluss. Die Russland-Connection sieht Dudenhöffer weiterhin in der schon beschlossenen Kooperation von Magna mit AvtoVAZ und GAZ, aber nicht mehr. Daran werde auch der Besuch von Wladimir Putin in Österreich im Mai nichts ändern. |
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