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Dialog-backdrop Erdöl-Lieferungen nach Estland aus Russland wieder normalDie Regierung in Tallinn hatte Moskau in den vergangenen Wochen beschuldigt, Erdöl- und Transportfirmen angewiesen zu haben, Wirtschaftssanktionen gegen Estland zu verhängen. Die über Estland laufenden Erdöl-Transporte aus Russland sind wieder auf normalem Niveau angelangt. Das meldete die Wirtschaftsnachrichtenagentur "Baltic Business News" (BBN) am Mittwoch unter Berufung auf estnische Händler und Transportfirmen. In den vergangenen Wochen waren die russischen Erdölexporte via Estland kurzfristig etwa um die Hälfte zurückgegangen. Ein namentlich nicht genannter Händler sagte laut BBN, die grossteils über die Bahn getätigten Lieferungen erfolgten derzeit wieder in dem von früher gewohnten Ausmass. Eine offizielle Bestätigung von ssrussischen Raffinerien zu erwartenden Liefermengen stehe allerdings noch aus. Die Regierung in Tallinn hatte Moskau in den vergangenen Wochen beschuldigt, Erdöl- und Transportfirmen angewiesen zu haben, Wirtschaftssanktionen gegen Estland zu verhängen. Zu Beginn dieser Woche kündigten die Estnischen Güterverkehrsbahnen die bevorstehende Kündigung von 200 Mitarbeitern an und begründete dies mit dem Ausfall von Aufträgen aus Russland. Die Beziehungen zwischen Estland und Russland sind seit der Verlegung eines sowjetischen Kriegerdenkmals in Tallinn Ende April und den darauf folgenden Unruhen in Estland schwer belastet. Bei den Unruhen gab es einen Toten und über 100 Verletzte. Hunderte Personen - grossteils russischsprachige Jugendliche - wurden festgenommen und befinden sich zum Teil noch immer in Haft.
(APA) |
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