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Serbien: Neuer Anlauf für Verkauf von Zastava

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von Tamara Depolo | 05.09.2007 | 10:56

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Serbien: Neuer Anlauf für Verkauf von Zastava

Serbiens Wirtschaftsminister kündigt die Ausschreibung für den Autohersteller Zastava für Dezember an. Internationale Autokonzerne bringen sich wieder einmal in Stellung.

Maierbrugger

An Interessenten für das Zastava-Werk in Serbien fehlt es nicht

Kragujevac. Serbiens ehemaliger Paradebetrieb und immer noch einer der grössten Arbeitgeber, der Auto- und Waffenhersteller Zastava, soll im Dezember zum Verkauf ausgeschrieben werden. Dies kündigte am Dienstag jedenfalls Wirtschaftsminister Mladjan Dinkic an. Der Verkauf wurde in den letzten Jahren bereits mehrmals angekündigt, potenzielle Interessenten gaben sich am Produktionsstandort Kragujevac die Klinke in die Hand, gaben dann zumeist aufgrund der instabilen politischen Lage auf. Der Investitionsbedarf ist zudem hoch, nur ein Bruchteil der ursprünglich vorhandenen Montagekapazitäten kann genutzt werden, ebenso sind viele der aktuell 4400 Beschäftigten abzubauen.

Russen wollen Lkw

Unter den Interessenten sind laut Dinkic aktuell die Konzerne Ford, General Motors, Fiat, Indiens Tata und chinesische Hersteller. Mit General Motors unterschrieb Zastava Mitte Juli einen Vertrag zur Herstellung des Opel Astra Classic, die ab Herbst 2008 laufen soll. Auch mit Magna gab es vor Jahren Entwicklungspläne für ein neues Mittelklasse-Automodell, aus denen bis heute jedoch nichts wurde. Zastava ist vor allem für das Billigauto Yugo 45 bekannt. Zu Spitzenzeiten wurden in den 80er-Jahren 180.000 Fahrzeuge jährlich produziert.

Zuliefersparte schon länger im Privatisierungsprozess

Auch die Lkw- und die Autozuliefersparten von Zastava befinden sich schon länger im Privatisierungsprozess, trotz vielen Verhandlungen konnte der passende Käufer bis dato nicht gefunden werden. Laut der serbischen Zeitung "Danas" ist der russische Mischkonzern AMS Group unter den Interessenten für diese beiden Zastava-Konzernteile sowie für einen Teil der Autoproduktion.

AMS Group wird von Sergei Polbin kontrolliert und betreibt in Ulyanovsk in Russland einen Autozulieferer. AMS investierte zuletzt in China gemeinsam mit dem dortigen Autokonzern BAIC (Beijing Automotive Industry Company). Dem Vernehmen nach sondiert AMS derzeit gemeinsam mit BAIC in Kragujevac

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