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Das Comeback der Silberschläfen

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11.09.2007 | 14:40

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Das Comeback der Silberschläfen

Jahrzehntelang winkte zum 50. Geburtstag der Golden Handshake. Nun erleben die Grauen Panther eine Renaissance. Der Grund: Im Arbeitsmarkt gibt es einfach zu wenig jüngere Menschen. Deshalb sind die Fünfziger wieder hoch im Kurs.

Bilderbox/Wodicka

Unternehmen suchen händeringend nach Personal. Und plötzlich gerät die Generation 50plus wieder in den Fokus. Das zeigt die jüngste Umfrage der Personalleasingfirma Manpower. Die Experten geben auch gleich konkrete Tipps wie man das ungehobene Potenzial heben kann.

1. Bestandsaufnahme

Wie hoch ist das Durchschnittsalter Ihrer Belegschaft? Sind Ihre Teams einseitig zusammengesetzt oder bunt durchmischt? Bei welchen
Mitarbeitern neigt sich die Karrierekurve bereits nach unten? Welche Entwicklungsmöglichkeiten haben sie noch? Planen Sie einen langfristigen
Slowdown ebenso sorgfältig wie den Wissenstransfer.

2. Denken Sie um

Lösen Sie sich vom Jugendwahn. Sie werden nicht so viele junge HiPo´s finden wie Sie sich wünschen. Akzeptieren Sie Diversity. Behandeln Sie
alle Mitarbeiter gleich. Bekommen Ältere dieselben Fortbildungschancen wie Junge? Verlängern Sie die hochproduktiven Jahre und investieren Sie
in stetigen Kompetenzaufbau. Auch nach dem Ende der Sturm-und-Drang-Zeit wollen kluge Leute wachsen und sich weiter entwickeln.

3. Respekt und Einbindung für alle

Verhalten Sie sich fair und respektvoll zu allen Mitarbeitern. Sparen Sie sich abfällige Bemerkungen über ältere Kollegen. Binden Sie alle aktiv
ein. Schätzen Sie jede Arbeit als wertvollen Beitrag zum Unternehmenserfolg.

4. Halten Sie gute Leute

Entwickeln Sie HR-Strategien, um Motivation und Engagement in jeder Generation hoch zu halten. Mit der Lebenserfahrung verändern sich die
Prioritäten. Gesundheitserhaltung und ein ruhigeres Tempo rücken jetzt in den Fokus. Erarbeiten Sie flexible Incentives, um diese wichtige
Zielgruppe bei der Stange zu halten.

5. Definieren Sie die Jobs neu

Was sind die besonderen Stärken Ihrer Grauen Panther? Wie nützen Sie sie am besten? Vergessen Sie die alten 9-to-5 Arbeitsmuster. Führen
Sie Teilzeit und Job-Sharing ein, denken Sie über Arbeit von zu Hause oder auf Projektbasis nach und ermöglichen Sie gleitende Übergänge.

6. Halten Sie Ihre Leute auf Trab

Wer rastet, der rostet. Zwingen Sie Ihre Leute zu lebenslangem Lernen. Warum führen Sie nicht jährliche Assessments ein, um Wissenslücken
punktgenau zu schließen? Balancieren Sie Fähigkeiten, Interessen und Work-Life-Prioritäten aus. Sorgen Sie mit gezielten Trainings dafür, dass
gute Leute den Anschluss nicht verlieren.

7. Planen Sie die zweite Lebenshälfte

Schenken Sie der zweiten Lebenshälfte mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit wie der ersten. Das gilt für Sie selbst wie für Ihre Mitarbeiter.
Entwickeln Sie Karriereoptionen, bauen Sie Kenntnisse auf und sichern Sie so das langfristige Engagement.

8. Helfen Sie Ihren Mitarbeitern, die richtigen

Entscheidungen zu treffen
Wissen Sie eigentlich, ob Kollegen, die im Pensionsalter sind, lieber weiter arbeiten oder aufhören wollen? Die Welt ist nicht schwarz oder weiß.
Dazwischen liegen viele Optionen, die Ihre Leute vielleicht gar nicht kennen. Zeigen Sie sie auf. Und glauben Sie bloß nicht, automatisch zu
wissen, was Ihre Mitarbeiter wollen. Sprechen Sie mit Ihnen!

9. Sichern Sie den Wissenstransfer

Stellen Sie sicher, dass wertvolles Wissen nicht verloren geht, wenn altgediente Mitarbeiter ausscheiden. Kümmern Sie sich rechtzeitig um die
Nachfolge und gewähren Sie Zeit für die Übergabe. Bauen Sie einen Pool aktiver Pensionisten auf, die auf Projektbasis arbeiten oder
Schulungen abhalten. Sichern Sie sich die Hilfe loyaler Veteranen!

10. Fordern Sie Unterstützung ein

Nützen Sie Fördertöpfe, Stiftungen und Weiterbildungsinitiativen von AMS und anderen öffentlichen Stellen. Der Gesetzgeber ist daran
interessiert, die 50+ Generation im Arbeitsprozess zu halten. Wirtschaftswachstum und Wohlstand hängen davon ab. Doch auch die
Unternehmen müssen sich wieder für reife Jahrgänge öffnen.

Quelle: Manpower

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