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Dialog-backdrop „3 will „aggressiv“ angreifen - Wettbewerbsbehörde: "Paket so schwer vorstellbar"Übernahme. Offensive heißt das Motto bei "3". Der Preiskampf wird weitergehen, die Wettbewerbsbehörde hat massive Bedenken.
Es ist (vorläufig) vollbracht: 3-Chef Jan Trionow ist der Boss - er wird nach der Übernahme von Orange den künftig drittgrößten Betreiber führen Zitiert„3"-Chef Jan Trionow - zu wettbewerbsrechtlichen FragenWir rechnen nicht mit gröberen Schwierigkeiten. ZitiertStefan Keznickl - Sprecher Bundeswettbewerbsbehörde (BWB)Ein Okay für dieses Paket ist, so wie es derzeit ausschaut, schwer vorstellbar. Wien. Nach Bekanntgabe des Übernahme-Deal in der Nacht hat „3"-Chef Jan Trionow am Freitagvormittag einen Preiskampf angekündigt: "Wir werden uns weiterhin aggressiv am Markt verhalten." Der Wettbewerb werde auch nach der Konsolidierung von vier auf drei Netzbetreiber "intakt" bleiben. Eine Erhöhung der Preise müsse laut Trionow nicht befürchtet werden. Wann er die Nummer zwei oder gar die Nummer eins sein will, wollte Trionow nicht verraten. Hutchisons Konzern-Finanzchef Frank Sixt hat im November in Hongkong vor österreichischen Journalisten angekündigt, dass man in den jeweiligen Ländern mindestens die Nummer zwei sein will. Die beiden Netzbetreiber werden nach der Vertragsunterzeichnung heute Nacht vorläufig als getrennte Unternehmen fortgeführt. Wann "3" und Orange Austria zusammengeführt werden steht in den Sternen. "3"-Chef Trionow rechnet damit, dass das Closing des Deals Mitte Jahres erfolgen wird.
Bedenken der Bundeswettbwerbsbehörde Bis dorthin wird die beiden Deals, die gleichzeitig abgeschlossen wurden, von zwei Behörden unter die Lupe genommen. Die Übernahme von Orange Austria durch "3" wird von der EU-Wettbewerbsbehörde in Brüssel in einem vertieften Verfahren geprüft. Der gleichzeitige Verkauf der Orange-Billigtochter Yesss von "3" an die Telekom Austria (A1) muss laut Trinow von der Bundeswettbewerbsbehörde in Wien genehmigt werden. Bis dahin werden beide Marken fortgeführt, sagt Trionow. Nach dem Closing wird nur noch die Marke "3" übrig bleiben. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat am Freitag bereits ihre Bedenken angemeldet. "Ein Okay für dieses Paket ist, so wie es derzeit ausschaut, schwer vorstellbar", sagte BWB-Sprecher Stefan Keznickl zur APA. Die Übernahme von Orange durch "3" und der Weiterverkauf von Yesss an A1 bedeute eine Reduktion auf drei Anbieter "und damit eine Reduktion des Wettbewerbs". Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen rechnet Trionw nicht mit "gröberen Schwierigkeiten". Welche Probleme sich dennoch infolge der Verschmelzung ergeben könnten, wollte er jedoch nicht konkretisieren. "3" hat für Orange samt UMTS-Frequenzen und Funkstandorte 1,3 Millionen € bezahlt. Für 390 Millionen € wurden gleichzeitig 750.000 Yesss-Kunden samt Orange-UMTS-Frequenzen und Funkanlagen an A1 verkauft. Der 25-Prozent-Anteil, den Orange an dem Billiganbieter Eety bisher gehalten hat, wird ebenso von "3" übernommen. Ob der Anteil weiterverkauft wird, sei laut Trionow noch nicht entschieden. Personalabbau Mit der endgültigen Fusion wird es auch zum Köpferollen kommen. "3" hat derzeit 570 Mitarbeiter, Orange rund 800 Beschäftigte. "3"-Chef Trionow wird das Unternehmen künftig leiten. Die weiteren Positionen in der Geschäftsführung werden mit dem "3"-Management besetzt. Orange Austria-Chef Michael Krammer und sein Top-Management werden demnach nach erfolgter Übernahme ausscheiden. Wie viele Jobs gestrichen werden, sei derzeit noch nicht fix, sagt Trionow. Nähere Personalfragen werde man erst nach dem Closing, also der Zustimmung der EU, sagen können. Noch unklar ist laut Trionow, ob der bisher Firmensitz von Orange in Wien-Floridsdorf bebeihalten werde. Bestehende Lieferverträge bleiben aufrecht. Ein außerordentliches Kündigungsrecht stehe den Kunden nach erfolgter Fusion nicht zu, sagt Trionow. "3" und Orange Austria bringen es im Jahr 2011 auf rund 700 Millionen € Umsatz, sagt Trionow. Beide Unternehmen sind laut Trionow profitabel, berechnet nach Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT). Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Branchen…
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2 Kommentare
um € 1,3 millionen hätte ich orange auch gekauft...
... eigentlich seien es ja "nur" ca € 900 mio gewesen, der rest sei für yesss bezahlt worden, hiess es doch in allen nachrichtensendungen, die sich mit wirtschaft beschäftigen.
Von Gast: Gast: Gast am 03.02.2012 um 17:30
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Re: 1,3 millionen ist billig
das ist das problem wenn man billige "Praktikanten" beschäftigt....die sich beim Abschreiben bzw. beim Übersetzen der englischen Sprache ein bisschen schwer tun. Wie wäre es abwechselnd mal mit Qualitätsjournalismus statt Verblödung der Massen?
www.zerohedge.com
Von Gast: Gast: loool am 03.02.2012 um 23:58
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