Freitag, 30. Juli 2010 a  
Dialog-backdrop
Artikel versenden

Nachhilfe boomt: Markt wird auf 140 Millionen € geschätzt

Geben Sie hier die E-Mail-Adresse des Empfängers ein (z.B. m.mustermann@wb.com). Mehrere Empfänger werden durch Komma getrennt.

von Anna Neubauer | 16.06.2008 | 13:32

A- A A+ Drucken Artikel weiterempfehlen zu den Kommentaren

Nachhilfe boomt: Markt wird auf 140 Millionen € geschätzt

APA

Rund 40.000 Schüler bekommen heuer einen Nachzipf. Österreichs Nachhilfeinstitue freuen sich über klingelnde Kassen. Auch während des Jahres sind sie nicht gänzlich unzufrieden: Rund 100 € pro Monat geben Österreichs Familien im Schnitt für die Ausbildung ihrer Kinder aus. Das entspricht laut GfK einem Drittel der Gesamt-Ausgaben pro Kind.

„Ausbildung ist somit auf Platz eins der Kosten für den Nachwuchs", sagt Alexander Zeh von GfK Austria. Allein für die Nachhilfe investieren Eltern und Verwandte im Schnitt 140 Millionen €, geht aus einer Studie der Arbeiterkammer hervor. Das ist doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren. Grund: Heute besuchen rund 50 Prozent mehr Schüler höherbildende Anstalten.
„Die meisten kommen, wenn der Hut brennt", sagt Kurt O. Walkner, Geschäftsführer des Nachhilfeinstituts „Lern 1 Bildungsmanagment". Schülerhilfe-Sprecherin Birgit Primig ist da anderer Meinung. Über 50 Prozent der Nachhilfeschüler würden regelmäßig - bis zu fünf Mal pro Woche- ein Institut aufsuchen. Tendenz steigend. „Seit unserer Bundeskanzler private Nachhilfe angeboten hat, haben wir kein negatives Image mehr", freut sich Lernquadrat Geschäftsführer Konrad Zimmermann.

750 Nachhilfeinstitute

Rund 60 bis 70 Prozent der Nachhilfe werde ohne Rechnung gegeben, meint ein Branchenkenner. Vor allem Lehrer sollen oft und gerne „Schwarz"-Nachhilfe geben. Bei den Instituten teilen sich vor allem Kleinunternehmer den Markt auf. Nicht alle wirtschaften profitabel: „Es ist ein Kommen und ein Gehen. Die Fluktuation liegt bei 30 Prozent", analysiert Walkner.

Schätzungen zufolge erreichen Einzelniederlassungen mit beispielsweise fünf Räumen und drei Unterrichtszeiten einen Umsatz von 210.000 €. Branchenprimus ist die deutsche Organistation Schülerhilfe. Sie ist seit 20 Jahren in Österreich am Markt und führt 67 Niederlassungen auf Franchisebasis.
Nummer zwei ist das Unternehmen Lernquadrat mit 50 Niederlassungen und vier Millionen Euro Umsatz. Nummer drei belegt das Nachhilfeinstitut Dr. Rampitsch.

 

 

Kommentare… Kommentar hinzufügen…

mehr Branchen…

mehr Fotogalerien>

Fotogalerien 

  • Wb/Peroutka
    Business-WM

    Österreichische Weltmarktführer

    WB/Grafik
    Banken Image

    6 Banken im Vergleich

  • Colourbox
    KMU-Studie Ist

    Investitionen lassen hoffen

    Colourbox
    KMU-Erwartungen

    So schaut die Zukunft aus

mehr Fotogalerien>

Fotogalerien 

  • OeNB

    Euro-Bus-Tour

    Hypo

    Die Manager des Flops

  • BEIG
    Teuer

    Die wertvollsten Marken Österreichs

    Bilderbox
    Lohn-Vergleich

    71 Städte im Vergleich: Wo die...