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Fahrradmarkt: "Klasse statt Masse" heißt die Devise

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von Oliver Bayer | 18.06.2008 | 12:25

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Fahrradmarkt: "Klasse statt Masse" heißt die Devise

Qualität siegt: Am österreichischen Fahrradmarkt verzeichnen hochwertige Produkte größere Nachfrage als Billigware. Christian Brenner, Vertriebsleiter bei Simplon, gab dem WirtschaftsBlatt einen detaillierten Einblick in die Branche und sein Unternehmen.

Simplon

Zur Person

Christian Brenner ist Vertriebsleiter beim Vorarlberger Fahrradproduzenten Simplon.

Zum Unternehmen

Geschäftsführer: Heinz Hämmerle, Andreas Hämmerle

Umsatz 2007: 17,5 Millionen €

Absatz 2007: 13.500 Stück

Standort: Hard am Bodensee/Vorarlberg

Zitiert

Christian Brenner, Simplon

Die Differenzierung des Fachhändlers durch Service und Kompetenz ist der wichtigste Erfolgsfaktor

WirtschaftsBlatt: Wie ist es aus Ihrer Sicht um den österreichischen Fahrradmarkt bestellt?
Christian Brenner: Mit den Preissteigerungen von Öl und Lebensmitteln, sowie dem Bedürfnis erhöhter Qualität in der Freizeitgestaltung, hält der positive Trend in der Fahrradbranche an. Trotz der in den Markt drängenden Kurzzeit-Anbieter, schafft sich der Fachhandel eine nachhaltige Position. Glaubt man den Aussagen der Fachhändler, so ist die Differenzierung des Fachhändlers durch Service und Kompetenz der wichtigste Erfolgsfaktor. Für den Einzelhandel lautet das Motto daher "Klasse statt Masse".

Wie ist der Markt generell in punkto Konkurrenz aufgestellt?
Neue Absatzkanäle öffnen sich, immer mehr neue Bewerber betreten den Markt. Dieser Trend hält weiter an. Neben dem Fitness- und Gesundheitsgedanken und den steigenden Treibstoffkosten zieht es die Konsumenten immer mehr aufs Rad. Daraus möchten auch sonst branchenfremde Unternehmen aus dem Lebensmittel- und Versandhandel, sowie Kaffeeröstereien Profit schlagen. Ihre Produkte sind aber meist im unteren Qualitätssegment angesiedelt.

Welchen Marktanteil hält Simplon in Österreich?
Im High-End Segment im Bereich Rennrad und Mountainbike sind wir einer der drei Marktführer.

Wie lief das Geschäft im letzen Jahr?
2007 lag der Umsatz von Simplon bei 17,5 Millionen € bei 13.500 Stück verkauften Bikes.

Was haben sie sich für 2008 vorgenommen?
Der Umsatz soll um 2,5 Millionen €, der Absatz um 1.500 Stück steigen. Ich bin zuversichtlich, dass wir unsere geplanten Ziele erreichen werden. Die starke Nachfrage von gehobeneren Preislagen und guter Qualität wird uns dabei helfen. Auch in Deutschland geht unsere Markterweiterung in der Fachhandelsstruktur gut voran.

Welche Sparte ist am profitabelsten?
Bei Simplon ganz klar die hochpreisigen Segmente Rennrad und Mountainbike. Besonders dort verzeichnen wir relevante Umsatzzuwächse.

Gibt es in Ihrem Unternehmen speziell oder auch am Gesamtmarkt neue Trends und Innovationen von denen Sie berichten können?
Besonders bei Rennrädern und Mountainbikes nimmt das Material Carbon eine immer wichtigere Stellung ein. Simplon ist international betrachtet einer der Technologieführer bei Carbongabeln und -rahmen. Dieser Trend kommt gerade unserer Marke sehr entgegen. Weiters findet der Thriathlonsport in Österreich immer mehr Anhänger. Für die Saison 2009 werden wir deshlab ein extrem innovatives Triarhlon-Rennrad vorstellen.

In wie vielen Ländern ist Simplon insgesamt tätig?
Neben unserem Heimmarkt Österreich beliefern wir auch Deutschland und die Schweiz. In Südtirol konnten wir in den letzten Jahren auch Fuß fassen.

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