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Bekleidungsindustrie - Exporte stiegen im 1. Halbjahr um 4,6 Prozent

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26.09.2008 | 14:42

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Bekleidungsindustrie - Exporte stiegen im 1. Halbjahr um 4,6 Prozent

In Österreich hergestellte Bekleidung ist im Ausland gefragt. Im ersten Halbjahr stiegen die Exporte um 4,6 Prozent auf 967 Mio. Euro. Hauptexportland war nach wie vor Deutschland, gefolgt von Italien und Frankreich, hieß es am Freitag in einer Aussendung des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie. Die Importe legten in den ersten sechs Monaten um 5,6 Prozent auf rund 1,94 Mrd. Euro zu.

Während die Exporte in den "Hoffnungsmarkt Russland" um 13 Prozent auf etwa 29 Mio. Euro zulegten, stagnierten die Ausfuhren in die "EU alt". Dies sei auf eine teilweise sinkende Rolle des klassischen Fachhandels zurückzuführen. Asiatische Billigware mit europäischen Labels nehme oft diesen Platz ein, sagte Fachverband-Obmann Wolfgang Sima.

Hauptexportmarkt blieb im ersten Halbjahr weiterhin unangefochten Deutschland (294 Mio. Euro), gefolgt von Italien mit 76 und Frankreich mit 73 Mio. Euro.

Zwischen Jänner und Juni legten aber nicht nur die Exporte, sondern auch die Importe zu. Die Einfuhren stiegen im Jahresverlauf um 5,6 Prozent auf rund 1,94 Mrd. Euro an. Hauptimporteur war Deutschland (-3,1 Prozent, 433 Mio. Euro), gefolgt von China (+ 14 Prozent, 369 Mio. Euro). Auch die Lieferungen aus der Türkei, Bangladesch und Indien sowie Indonesien, Thailand und Vietnam verzeichneten Zuwächse.

Das Weiterziehen der Bekleidungsfertigungs-Karawane könnte aber bald zu Richtungsproblemen führen, sagte Sima. Es gebe schließlich kaum mehr Staaten, die aufgrund ihrer Strukturen als neue Produktionsländer infrage kämen.

Wie das kommende Jahr verlaufen wird, ist noch ungewiss. Die Perspektiven für 2009 seien von den Unwägbarkeiten der weiteren Konjunkturentwicklung in den diversen Märkten geprägt, hieß es. Insgesamt seien die rund 195 Unternehmen der österreichischen Bekleidungsindustrie durch die Positionierung in der gehobenen Mitte beziehungsweise im Luxussegment aber gut aufgestellt. Auch durch die Produktion von Nischen- und Spezialprodukten seien die Unternehmen für die Zukunft gerüstet, sagte Sima.

(APA)

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