von Robert Lechner | 19.05.2009 | 10:04
Hermes-Rückzug schlägt weiterhin hohe Wellen
Der Rückzug des deutschen Paketlogistikers Hermes aus dem Österreich-Geschäft hat ein Nachspiel.
Einige der rund 600 von Hermes vertraglich verpflichteten Frächter machen gehörig Wind gegen die Deutschen. Kein Wunder, haben sie doch quasi über Nacht einen wichtigen, wenn nicht sogar den einzigen Auftraggeber verloren. Wie berichtet zieht sich Hermes nach rund eineinhalb Jahren per Ende dieses Monats aus der Paketzustellung in Österreich zurück. Den Dienst übernimmt wieder die Österreichische Post beziehungsweise DPD.
"Stehe vor dem Nichts"
Von den angeblich hunderten frustrierten Unternehmern wagten sich bisher nur wenige an die Öffentlichkeit. Einer davon, die "Genc Logistik & Transport" aus der Ober-steiermark, tritt dafür umso lauter auf. "Ich schicke jeden Tagen 60 bis 80 E-Mails raus, um auf das Schicksal von vielen Kleintransporteuren, die mit Hermes zusammengearbeitet haben, aufmerksam zu machen", sagt Unternehmer Melih Genc. "Ich habe für das Geschäft mit Hermes rund 100.000 € investiert und stehe jetzt vor dem Nichts." Genc hat eigenen Angaben zufolge Klein-Lkw von Hermes gemietet und rund 2000 € in Hermes-Uniformen gesteckt. Nach Kündigung des Vertrages als Subunternehmer überlegt Genc nun, von Hermes eine Entschädigung zu verlangen. Freilich weiß auch der Kleintransporteur mit einst zwölf Mitarbeitern, dass er "rechtlich nicht viel machen kann".
Hermes selbst ist darum bemüht, die Wogen zu glätten. "Im Zuge der Umstellung werden Hermes-Frächter dort, wo die Post und DPD zusätzliche Ressourcen benötigen, übernommen", versichert Hermes Österreich-Chef Dieter Zillmann. Entsprechende Verhandlungen laufen auf Hochtouren.
Außerdem gibt es laut Zillmann Vermittlungsgespräche zwischen ehemaligen Hermes-Frächtern und anderen "großen in- und ausländischen Frachtunternehmen", die zuletzt Interesse an der Übernahme einzelner Betriebe signalisiert haben. Genc Logisitik hat davon bisher nichts gespürt. Die Post habe lediglich Interesse zur Einstellung von drei Fahrern signalisiert.
Hermes-Chef Zillmann kann die Aufregung dennoch nicht nachvollziehen: "Zwischen Herrn Genc und Hermes gab es nie einen Vertrag und wir verstehen nicht, warum er nun eine Entschädigung will."
6 Kommentare
rechenkünstler?
"Ich habe für das Geschäft mit Hermes rund 100.000 € investiert und stehe jetzt vor dem Nichts." Genc hat eigenen Angaben zufolge Klein-Lkw von Hermes gemietet und rund 2000 € in Hermes-Uniformen gesteckt
Von Gast: Gast: xandl_gast am 02.06.2009 um 12:00
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Mein Chef (subunternehmer) von Hermes war der ganz der schlaue!!!
Er wollte das ich mich Selbständig mache bei Hermes und versicherte mir das dies was die Zeitungen so schreiben nur wirres Zeug sei und somit hätte ich nach 14 Tagen Selbständigkeit den Konkurs anmelden können! Einem anderen Kollegen von mir bot er gleich an entweder du machst dich Selbständig oder ich werf dich raus und dieser in seiner Angst um den Job da er doch 6 Kinder zu Hause hat machte dies auch promt. Ach ja da giebt es viele Geschichten die sich dort ereignet haben und die armen siend die die ende vorigen Monates aufhörten denn die sahen bis heute keinen Lohn und wissen nun nicht wie sie dank der seriösen Subunternehmer von Hermes ihre Rechnungen zahlen sollen um über die Runden zu kommen!
Von Gast: Gast: Goudi am 26.05.2009 um 18:17
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Re: cool
liebe Grüße und nebenbei gut geschrieben ... (bis aufs Deutsch)
Von Gast: Gast: tja wer wohl ;-) am 10.06.2009 um 14:08
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Schlechte Unternehmer!
Wie kann man sich gerade in der heiß umkämpften Transportbranche von nur einem Großkunden (Hermes) abhängig machen, und danach sich groß darüber aufregen, wenn dieser Kunde in der größten Krise seit Jahrzehnten aufgibt?
Alles keine richtigen Unternehmer, kein Weitblick, keine Fantasie, immer nur das große schnelle Geld sehen wollen!
Von Gast: Gast: Fwd_Observer am 19.05.2009 um 17:43
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Re: richtig...
... und abends dann im Wettcafe die Tageseinnahmen wieder verzocken : P
Von Gast: Gast: kein frächter am 20.05.2009 um 13:55
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Re: Re: keine überschrift
wußte gar nicht das hermes tageseinnahmen weiter gibt ,,,
Von Gast: Gast: kein gast am 20.05.2009 um 14:35
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