Liebherr schickt 1.200 Mitarbeiter in Kurzarbeit
Die anhaltende Wirtschaftskrise zwingt nach Tyrolit, Plansee und dem Glaserzeuger Riedel nun weitere Tiroler Industrieunternehmen zu einschneidenden Maßnahmen wie Kurzarbeit.
Osttirols größter Arbeitgeber, Liebherr-Hausgeräte, hat am Donnerstag Kurzarbeit für rund 1.100 Mitarbeiter angekündigt. Auch der Medienproduzent KDG sah für 202 Mitarbeiter diese Maßnahme vor.
Grund für eine Kurzarbeit bei der Liebherr-Hausgeräte Lienz GmbH sei die Prognose von einem Absatzrückgang von etwa 15 Prozent für das laufende Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr. Die Geschäftsführung habe deshalb für 80 Prozent von den 1.400 Mitarbeitern von Ende Juli bis Anfang Jänner 2010 beim Arbeitsmarktservice Kurzarbeitsbeihilfe beantragt.
Der Umfang der Kurzarbeit werde vom jeweiligen Unternehmensbereich abhängen. Die Produktentwicklung und der Vertrieb sollen nach Angaben des Kaufmännischen Leiters, Andreas Görgl, uneingeschränkt weiterarbeiten. Die Liebherr Firmengruppe ist weltweit tätig und beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter.
Beim Medienproduzenten KDG mediatech AG werden 202 von den insgesamt 217 Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen sein. "Die Auswirkungen der Finanzkrise haben nun mit einer gewissen Verzögerung auch die Kreativ- und Medienindustrie erreicht", meinte KDG-Vorstand Michael Hosp. Nach Ostern seien die Aufträge "plötzlich quasi über Nacht ganz massiv eingebrochen", hieß es bei dem auf die Fertigung von hochwertigen Medienprodukten spezialisierten Unternehmen. Jetzt habe man "einfach handeln müssen".
(APA)
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