Bank Austria lässt Unterlagen versiegeln
Die juristischen Erhebungen rund um Devisen-Spekulationsgeschäfte der Bank Austria ziehen immer weitere Kreise
Zur Wahrung des Bankgeheimnisses nicht betroffener Kunden hat die Bank Austria die Unterlagen versiegeln lassen, auch die Staatsanwaltschaft kann die Informationen nun vorerst nicht einsehen.
In den delikaten Ermittlungen um Betrugsverdacht gegen zwei Bank-Austria-Mitarbeiter bei Devisenoptionsgeschäften hat die Justiz vorerst keine Einsicht in weite Teile der bei den Hausdurchsuchungen sichergestellten Beweismittel. Die Bank Austria hat die vertraulichen Bankunterlagen auf Antrag vorerst versiegeln lassen.
Bank Austria wahrt das Bankgeheimnis der Kunden
Die bei den Durchsuchungen gesicherten Dokumente liegen zum Teil schon bei Gericht, zum Teil aber noch in den Bank Austria Filialen. Weil in den Bankunterlagen auch viele Kundendaten enthalten seien, die mit dem Fall nichts zu tun hätten, wurde die Versiegelung beantragt, so Bank-Austria Sprecher Martin Halama zur APA. Grund: Wahrung des Bankgeheimnisses.
Zunächst gilt die Versiegelung bis zur Entscheidung über eine Gerichtsbeschwerde, die die Bank Austria gerade wegen der "Unverhältnismäßigkeit" der Erhebungsmethoden prüft. Das kann bis zu zwei Wochen dauern. So lange kann nun auch die Justiz in Eisenstadt das Material der Bank Austria nicht einschauen.
Über die Bank Austria
Die UniCredit Bank Austria AG ist das größte Bankinstitut Österreichs. Mit über 330 Geschäftsstellen in Österreich ist die Bank Austria führend am heimischen Markt. Rund 10.000 Bank Austria Mitarbeiter betreuen sowohl Firmenkunden als auch Privatpersonen. Seit November 2005 ist die Bank Austria Mitglied der UniCredit Group. Die Bank Austria ist innerhalb der UniCredit Group vorwiegend für das Bankgeschäft in Zentral- und Osteuropa zuständig. Insgesamt verfügt die Bank UniCredit Group über 28 Millionen Kunden sowie 78.000 Mitarbeiter in 4.000 Niederlassungen.
(APA)
1 Kommentar
Einsicht in Kundendaten
Hat die Ratskammer die Versiegelung tatsächlich genehmigt oder glaubt das nur der Herr Halama?
Von Gast: Gast: Burgenländer am 09.07.2009 um 09:02
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