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Infineon: Von der Kurzarbeit direkt in den Mitarbeiterausbau

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von Manfred Mader | 06.09.2009 | 19:09

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Infineon: Von der Kurzarbeit direkt in den Mitarbeiterausbau

Beim Halbleiterspezialisten Infineon Österreich scheint die Krise überstanden. Die Kurzarbeit wird beendet und es werden sogar hundert zusätzliche Leiharbeiter eingestellt.

WB/Foltin

Infineon-Chefin Monika Kircher Kohl:  Der Halbleitermarkt hat sich erholt

Im März dieses Jahres wurde auf Grund der Auftragseinbrüche für rund 1400 der 2300 Mitarbeiter in Villach und Graz Kurzarbeit beantragt. Nachdem sich im Sommer die Auftragslage deutlich besserte, wurde bereits ein Großteil frühzeitig wieder voll beschäftigt. Nun bestätigt Infinion-Chefin Kircher-Kohl gegenüber dem WirtschaftsBlatt, dass für die verbliebenen etwas mehr als 200 Mitarbeiter die Kurzarbeit nicht mehr verlängert wird. Im Gegenteil: „Wir haben derzeit alle Hände voll zu tun, daher werden wir hundert Leiharbeiter zusätzlich einstellen."
Laut Kircher-Kohl ist eine klare Erholung am Halbleitermarkt festzustellen. „Auch wenn wir beim Umsatz noch kein Normalniveau erreicht haben, die Produktion läuft in einem Umfang wie vor der Krise. Bei einigen Produkten arbeiten wir sogar bis zum Anschlag, daher die zusätzlichen Leiharbeiter."
Die Infinion-Chefin betont jedoch, dass ihr Unternehmen weiter größte Vorsicht bei der Ressourcenplanung an den Tag legen wird. Denn wie nachhaltig der Aufschwung ist, lasse sich derzeit noch nicht abschätzen.

Auch KTM zieht nach

Positive Meldungen vom Arbeitsmarkt kommen auch aus dem oberösterreichischen Mattighofen. Dort hat der Motorradhersteller KTM bekanntgegeben, die Kurzarbeit für 733 Mitarbeiter früher als geplant zu beenden. „Der Lagerstand bei den Händlern wurde schneller als erwartet abgebaut und für Herbst liegt eine gute Auftragslage vor", heißt es aus dem Unternehmen. Statt Anfang November endet die Kurzarbeit nun schon Mitte September.
Auch wenn die Auftragslage wieder stimmt, die Ergebniszahlen bei KTM sind im dritten Quartal noch tiefrot. Zu den bereits 44,5 Millionen € Minus aus dem ersten Habjahr kamen nochmals 22,3 Millionen € dazu. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit 20 Prozent Umsatzrückgang.

 

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