von Leo Himmelbauer/Christian Kreuzer | 09.09.2009 | 10:02
Spar-Anleihe soll 150 Millionen Euro und fünf Prozent bringen
Erste Group und Bawag managen für den Spar-Konzern eine Unternehmensanleihe. Das Volumen von 150 Millionen € soll vorwiegend bei Privatinvestoren untergebracht werden.
Spar-Finanzvorstand Hans K. Reisch gab am Mittwoch den Startschuss für eine fünfjährige Unternehmensanleihe. Angepeilt wird ein Volumen von 150 bis zu 200 Millionen € bei einer fixen Verzinsung von mindestens fünf Prozent. Die Emission wird von Erste Group und Bawag gemanaget. Für private Anleger läuft die Zeichungsfrist von 14. bis 15. September. Die Stückelung: 500 €. Reisch will damit auch Kunden und Mitarbeiter der Handelsgruppe als Investoren ansprechen.
"Wir wollen investieren und wachsen", sagte Reisch. Für das laufende Geschäftsjahr hat der Handelskonzern ein Investitionsvolumen von 400 Millionen Euro vorgesehen, die je zur Hälfte auf Österreich und das Ausland entfallen sollen. Nach der Tilgung einer früheren Emission im Juli im Ausmaß von 150 Millionen Euro gehe es jetzt darum, die strategischen Reserven wieder aufzufüllen, so Reisch.
Die Anleihe stoße bereits auf breites Interesse, meinte BAWAG PSK-Vorstandsdirektorin Regina Prehofer. Sie ortet heuer generell einen starken Trend zu Unternehmensanleihen. Bis Juli seien bei 14 Transaktionen bereits 7,4 Milliarden Euro begeben worden, mehr als im Gesamtjahr 2008, als die Summe 6,1 Milliarden Euro ausgemacht habe. "Das hängt mit der Liquiditäts- und wirtschaftlichen Situation zusammen", so Prehofer. Europaweit seien im ersten Halbjahr 187 Milliarden Euro begeben worden.
Die Spar Österreich-Gruppe hat im Vorjahr dem Umsatz um zehn Prozent auf 10,88 Milliarden € gesteigert. 4,27 Milliarden € kamen vom Spar Österreich-Konzern, ebenso viel von der Austria Spar International (ASPIAG), die in Italien, Slowenien, Ungarn, Tschechien und Kroatien tätig ist und dort Zuwächse zwischen 7,6 und 32,5 Prozen verzeichnen konnte.
Im ersten Halbjahr 2009 konnte Spar Österreich den Nettoumsatz um 2,6 Prozent auf 2,35 Milliarden € ausbauen. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 20 Prozent auf 36 Millionen €, der Gewinn halbierte sich jedoch auf 19,3 Millionen €.
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