von Christian Kreuzer/Irina Frühmann | 09.09.2009 | 16:45
Deutsche legen Angebot für Constantia Privatbank
Nach zähen Verhandlungen gibt es nun ein Offert für die zum Verkauf stehende Constantia Privatbank. Die Haftungsfrage ist für die deutschen Bieter Hauck & Aufhäuser ausreichend geklärt. Der Verkauf der Immofirma IMV und der Softwaretochter gehen unterdessen ins Finale.
Verkaufsprozess von Bank und Töchtern kommt in Schwung
Der Verkaufsprozess der Constantia Privatbank kommt nach zähen Verhandlungen nun doch in Schwung. Wie dem WirtschaftsBlatt von mehreren Quellen bestätigt wurde, legt die deutsche Privatbank Hauck & Aufhäuser ein verbindliches Angebot für die Bank. Bisher zeigten die Deutschen lediglich ihr Interesse, wollten jedoch auf Grund der Haftungsfragen, die in Zusammenhang mit den zahlreichen Klagen gegen Immofinanz-Gruppe stehen, kein Offert abgeben. Hauck & Aufhäuser wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Intensive Gespräche hätten nun die Deutschen von der Konstruktion überzeugt, heißt es. Der mögliche Kaufpreis dürfte sich bei rund 50 Millionen € bewegen. Von den ursprünglichen 100 Millionen €, die die fünf Eigentümer Bank Austria, RZB, Erste, Volksbank und Bawag anstrebten, bleibt somit die Hälfte übrig.
Töchter-Verkauf
Der Verkaufsprozess der Tochtergesellschaften geht indes ins Finale: Der größte „Brocken“, die auf bis zu acht Millionen € geschätzte Hausverwaltung IMV soll bis Ende September einen neuen Eigentümer haben. Als Favorit wird IMV-Geschäftsführer Wolfgang Macho gehandelt, der mit Partnern ein Management-Buy-Out anstrebt. Weitere Interessenten sind Venturer Michael Tojner und die Immofirmen Rustler und Jelitzka.
Bereits fix ist laut Constantia-Vorstand Urban, dass es bei der IT-Firma CPB Software ein Management-Buy-Out gibt. Das Closing erfolgt bis Monatsende.
Einzig bei der dritten und letzten am Markt befindlichen Tochter, der Developingfirma Credo könnte der Verkauf dauern, sagt Urban. In dieser Gesellschaft sind Immoentwicklungen in CEE sowie die österreichischen Vorsorgewohnungs-Aktivitäten gebündelt.
Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag im WirtschaftsBlatt.
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