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Immofinanz-Krimi: Erfolgshonorar für zypriotische Firmen

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von Kid Möchel | 11.09.2009 | 08:32

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Immofinanz-Krimi: Erfolgshonorar für zypriotische Firmen

Beim Kauf der Buwog durch die Immofinanz sollen zypriotische Gesellschaften Rechnungen für Vermittlungsleistungen gelegt haben. Das sagte ein Beschuldigter aus.

Im Strafverfahren (Aktenzahl 611 St 25/08x) rund um die früheren Manager der Immofinanz-Immoeast-Gruppe tun sich Abgründe auf. Von Einvernahme zu Einvernahme kommen immer mehr Interna über dubiose Vorgänge, mutmaßlich strafrechtlich relevante Rechnungslegungen und konstruierte Geldflüsse ans Tageslicht, die einem ordentlichen Kaufmann die Haare zu Berge stehen lassen. Auch zum Verkauf der Bundeswohnungsgesellschaft Buwog an die Immofinanz wird Brisantes preisgegeben.

"Im Zusammenhang mit dem tatsächlichen Erwerb der Buwog wurden tatsächlich Vermittlungsleistungen verrechnet", gab der beschuldigte Ex-Constantia-Privatbank-Prokurist und Immoeast-Manager Christian Thornton in der sechsten Vernehmung zu Protokoll. "Ich war mit dem Erwerb der Buwog nicht betraut, musste aber nach Abschluss der Transaktion auf Weisung von Karl Petrikovics mit Herrn Dr. Hochegger von der PR-Agentur Kontakt aufnehmen. Es wurden Rechnungen von zypriotischen Gesellschaften gelegt. Wer außer Dr. Hochegger dahinterstand, war, beziehungsweise ist mir nicht bekannt." Nachsatz: "Es muss sich aber um eine kleine Gruppe von Personen gehandelt haben."

Grasser-Intimus

Der umtriebige Kommunikator Peter Hochegger galt lange als Intimus von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Zuletzt waren Grasser und er an der Firma Valora Solutions beteiligt. Mittlerweile sind der Lobbyist und der Ex-Politiker aus der Beratungsfirma ausgestiegen.

Zu Erinnerung: Die Republik Österreich hat unter Finanzminister Karl-Heinz Grasser im Jahre 2004 die Bundeswohnungen im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung verkauft. Ein Konsortium aus Banken und Immofinanz hat den Zuschlag für vier Gesellschaften erhalten; davon gingen 100 Prozent der Anteile der Buwog Bauen und Wohnen GmbH laut Gericht "im wesentlichen im Wege der IMF Immobilienholding GmbH an die Immofinanz", ebenso 55,6 Prozent der Anteile an der ESG WohnungsgmbH in Villach.

Fettes Erfolgshonorar

Ex-CPB- und Immofinanz-Vorstand Karl Petrikovics lässt über seinen Verteidiger ausrichten, dass "es richtig ist, dass Hochegger als Berater in die Lobbyingaktivitäten in Sachen Buwog-Kauf eingebunden und im Erfolgsfall ein Erfolgshonorar von einem Prozent des Transaktionswerts vereinbart war". Seiner "Erinnerung" nach soll der Deal rund 800 Millionen € schwer gewesen sein. Es sollen damals sieben bis acht Millionen € geflossen sein. Laut Petrikovics "wurde so bezahlt, wie es Hochegger wollte".

Deal mit Petrikovics

"Herr Petrikovics, den ich seit 1993 kenne, hat mich ersucht, ihm eine Information bezüglich des Buwog-Verkaufs zu beschaffen", bestätigt Hochegger. "Ich habe ihm diese Information beschafft. Nachdem die Immofinanz als Höchstbieter den Zuschlag erhalten hat und ich der Meinung war, dass meine Information dafür mitgeholfen hat, habe ich bei der Immofinanz angeklopft, um eine Erfolgsprämie zu bekommen." Und weiter: "Nach monatelangen Gesprächen haben wir uns geeinigt, dass man für den Fall Buwog keine Prämie zahlen kann, man aber bereit ist, mich oder von mir zu nennende Partner bei Immobilienprojekten in CEE einzubinden."

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20 Kommentare

wieder grasser

sehr wahrscheinlich würden uns die Augen übergehen, wenn herauskommt, wer der alles was kassiert hat. typisch grasser. aber irgendwie mußte er ja schauen, dass er zu Geld kommt.

Von Gast: Gast: MariaMaria am 13.09.2009 um 10:44

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Re: grasser kh

jetzt reicht es, wer bringt endlich diesen typen auf die anklagebank, da sieht man, wo der überall seine finger im spiel hatte, diese republik ist ein einziger sumpf, wo bleibt die staatsanwaltschaft, ist sie weiterhin untätig

Von Gast: Gast: Mag. Georg M. Simunek am 14.09.2009 um 10:16

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wieder grasser...

...und wieder passiert nix...dem ehemaligen traumschwiegersohn aller mütter ist nicht anzukommen, weil er scheinbar überall seine beziehungen hat...unglaublich, aber typisch österreich! und die agentur hochegger sollte sich sowisso mal die wirtschaftspolizei genau anschauen...nur so zur sicherheit natürlich...

Von Gast: Gast: hugo am 12.09.2009 um 12:58

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Re: hoffentlich bald

... ja wo ist sie denn die Wirtschaftspolizei ?
Warum wird da solange gewartet ?
Oder wird da Zeit gelassen um Unterlagen zu venrichten ?
Das dauert doch so lange bis alles durch den Papierwolf ist, da wollen wir doch keinen Streß bereiten ---- nächste Woche ist doch auch noch Zeit dafür ...... oder ???

typisch österreichische Freunderlwirtschaft ..............

WO ist denn da die sogenannte UNABHÄGIGE STAATSANWALTSCHAFT ____ Oder ist diese doch nicht so unabhängig ?????

Von Gast: Gast: R. HOOD am 12.09.2009 um 20:37

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eine Information

€ 8 Mio und das steuerfrei.
Da wird Vranizky aber traurig sein, hat er doch zumindest was getan und nur 1 Mio bekommen

Von Gast: Gast: Träumer am 12.09.2009 um 09:00

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Re: ;-)))

nicht dass sie nicht recht hätten aber vranitzky hat eine million ats also etwa 70.000 EUR bekommen.

Von Gast: Gast: nachdenklich am 12.09.2009 um 11:12

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?????

........... und warum passiert da nichts ?
........... warum steht noch nicht die Wirtschaftspolizei, die Steuerfahndung im Schlafzimmer von Hochegger, Grasser, Petrikovics, .... und wie sie alle heißen mögen und durchwühlt deren Nachtkästchen ???

.......................... die würden sicher fündig werden .......... und Handschellen sollten sie auch mitnehmen !!!

Von Gast: Gast: Robi am 11.09.2009 um 21:22

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Wie ist es mit Immofinanz und AWD???

Gabs da nicht auch schon viele Jahre lang Geldverschiebungen in Form von "Vermittlungsprovisionen" für Führungskräfte fürs gezielte Verkaufen der Aktien?? Wer fühlt den diesen Herren (gehört da nicht auch noch Herr Gertner dazu?) auf den Zahn - vielleicht doch die Staatsanwaltschaft?

Von Gast: Gast: Aufklärer am 11.09.2009 um 18:54

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Re: Gertner & AWD

Ein wahrlich interessantes Thema: ob es im schönen Österreich möglich sein wird hier noch Licht in Dunkel zu bringen?

Von Gast: Gast: rechtsstaat am 13.09.2009 um 10:45

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Re: aha

wo haben sie das her ?

Von Gast: Gast: sandro am 11.09.2009 um 20:39

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und wieso wird keiner v.e.r.h.a.f.t.e.t ?? diese Feststellung kratzt den Petrikovics und seinesgleichen nicht im geringsten...

dass es sich hier um eine G.a.u.n.e.rvereinigung handelt wissen die Österreicher schon lange - die Frage ist warum bis heute keiner verhaftet wurde ??????? Weisung vom Ministerium ???????

Von Gast: Gast: inge am 11.09.2009 um 18:26

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Re: Aber ja!

Staatsanwälte sind weisungsgebunden. Es wird alle halben Jahre jemand befragt, dann wartet man, bis auch alle Beweise vernichtet wurden, dann fragt man wieder. Und leider, leider wird die Suppe in 7 Jahren, wenn alle Belege ganz legal bereits vernichtet werden durften "zu dünn" sein für eine Anklage.
Die Öffentlichkeit hat es bis dahin vergessen - wie so viele andere Skandale auch - die Verantwortlichen haben andere Posten und niemand geht der Sache mehr nach.
Oder zweifelt jemand an dieser geplanten Vorgangsweise? Die ersten Machenschaften wurden seit bald drei Jahren vermutet, angezeigt, veröffentlicht. Geschehen ist bisher nix. Nochmal so lange und das war's...

Von Gast: Gast: schwarzepest am 13.09.2009 um 18:15

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Und wie wurde nun...

... über die zypriotische Gesellschaft verteilt ? Und vorallem: an WEN ? Beim BUWOG-Deal handelte es sich um eine öffentliche Ausschreibung, wieso also Provisionszahlungen? Die Zahlungsflüsse wären doch schleunigst aufzuarbeiten bevor wieder Beweisurkunden "nicht auffindbar" sind... ... Wurde nicht schon in der Homepage-Affäre Grasser über die FirstInEx in den Bereich Hochegger und Meischberger gearbeitet und vergeben? Interessant auch, dass die Transaktionen etwa im selben Zeitraum 2004 stattfinden... 1 % von EUR 800 Mio zulasten der Immofinanz und damit der Anleger über eine zypriotische Gesellschaft ? Spannend!

Von Gast: Gast: Grahomei am 11.09.2009 um 17:55

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Gut gemacht!

ein Lehrstück, wie man ungestraft Aktionärsgelder verschieben und veruntreuen kann. Und wenn man sieht, wie die Politik und deren nahfeld in die Causa reinspielt, wundert es den gelernten Österreicher nicht mehr, daß hier gar nichts weitergeht.
Es wird ermittelt werden bis zum St. Nimmerleinstag, am Ende kommt nix raus, die Beschuldigten behalten die paar Millionen und gut ist's.
So macht man das in Österreich. In den USA atmet der Herr Madoff derweil bereits gesiebte Luft.
Bei den hier üblichen Praktiken kann man nur sagen: Finger weg von österr. Aktien.

Von Gast: Gast: schwarzepest am 11.09.2009 um 17:28

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Re: Traurig aber wahr !!

Traurig aber wahr --- so läufts nun mal in ÖSterreich ---- aber jeder von Ihnen soll sich doch selbst bei der Nase nehmen - möglich sind all solche Sachen nur mit IHREN WÄhlerstimmen --- Tipp für die Zukunft: Weiter zu jeder Wahl gehen und weiterhin dort ein Kreuzerl machen wo es auch bisher geamcht wurde --- das führt ganz sicher dazu, dass sich etwas ändern wird ---- Ganz sicher !!!!

Von Gast: Gast: Fidel am 13.09.2009 um 20:19

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Re: Re: Wahlen

Ich stimme Ihnen zu - prinzipiell. Nur verraten Sie mir bitte WEN man wählen soll damit sich etwas ändert. Mir fällt dazu nur ein nicht die zu wählen die (schon lange) an der Macht sind. Für bessere Ideen wäre ich dankbar.

Von Gast: Gast: Wähler am 13.09.2009 um 21:35

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Die Erinnerung des Karl Petrikovics


Schön, daß sich Karl P. an einen Deal über 800 Millionen noch "erinnern" kann.



Von Gast: Gast: Gast am 11.09.2009 um 16:00

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immofinanz und conwert

conwert beraten die übrtigens laut ihrer homepage auch. Find ich ziemlich cool ...

Von Gast: Gast: Rächer der Enterbten am 11.09.2009 um 15:57

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ganove

Immer wieder Hochegger. Das ist einer der zwielichtigsten Agenturen Österreichs.

Von Gast: Gast: gast am 11.09.2009 um 14:10

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Re: stimmt

stimmt. die haben überall ihre finger drinnen. halte das ürbigens für eine arge story. die wesentlichste frage ist ja: war das steuerhinterziehung?

Von Gast: Gast: leser am 11.09.2009 um 14:17

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