von joa | 21.11.2009 | 12:22
Hypo Alpe Adria: OeNB prüfte wohlwollend
Für das Jahr 2009 gingen die Bankenprüfer von einem Gewinn bei der Hypo Alpe Adria aus. Vor allem die Qualität des Kreditportfolios dürfte falsch eingeschätzt worden sein, berichtet profil.
Hypo Group Alpe Adria wurde wohlwollend geprüft
Die schwer angeschlagene Kärntner Hypo Alpe-Adria erhielt Ende 2008 Staatshilfen auf Grundlage einer wohlwollenden sowie oberflächlichen Prüfung durch die Oesterreichische Nationalbank, berichtet das Nachrichtenmagazin "profil". So wurden etwa die Ertragsaussichten der Bank laut einer OeNB-Stellungnahme an das Finanzministerium vom Dezember 2008 überaus positiv beurteilt. "Nach den Verlusten in den Jahren 2007 und 2008, in denen vor allem ein Bereinigungsprozess im Kreditportfolio vorgenommen wurde, plant die HGAA (Hypo Group Alpe-Adria, Anm.) für 2009 und Folgejahre Gewinne", heißt es darin wörtlich. Und weiter: "In Bezug auf die wirtschaftliche Lage der HGAA ist insbesondere anzuführen, dass die HGAA auf Basis eines weitgehend bereinigten Kreditportfolios für 2009 einen Gewinn in Höhe von 225 Mio. EUR plant." Abschließend hält die Nationalbank in ihrem Dossier fest: "Auf dieser Basis ist die HGAA daher nicht als ,distressed' (Not leidend, Anm.) im Sinne unmittelbar erforderlicher Rettungsmaßnahmen anzusehen."
Tatsächlich steuert die Bank heuer auf einen Verlust von mehr als einer Milliarde Euro zu, der akute Kapitalbedarf dürfte bei rund 1,5 Milliarden Euro liegen.
3 Kommentare
Großes Fragezeichen...
... und zwar aus verschiedensten Gründen:
1. Die ÖNB-Prüfer sind im Normalfall durchaus versiert, greifen die Themen auch auf und handeln sie in sachlicher Weise ab - von "wohlwollenden Prüfungen" weit entfernt (Immofinanz, MEL etc.).
2. Richtig ist hingegen, dass die FMA selbst hiezu nicht einmal ansatzweise in der Lage ist.
3. Bleibt die Frage in welchem Zeitraum geprüft wurde und welche allfälligen Einflussnahmen es gegeben haben könnte...
... die Beantwortung von Z 3 würde letztlich über den (möglichen) eigentlichen Skandal Auskunft geben können. Aber das ist wieder eine andere Geschichte...
Von Gast: Gast: mc am 23.11.2009 um 16:45
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Der Hr. Nowotny ist ein ganz lieber Mensch!
Es ist nur logisch, dass seine Aussagen dann Wohlwollend sind. Es ist auch nur logsich, dass das ganze Finanzwesen solche lieben Menschen an der Nase herumführt. Es ist aber auch logsich, dass eine solche Persönlichkeit für die gestellte Aufgabe zu 100% ungeeignet ist.
Bei der FMA ist aber ein anderes Phänonem für das Versagen verantwortlich. Es sind einfach nur faule und pragmatisierte Parteibonzen unterwegs, welche eben keine Kontrolle der anderen Parteibonzen machen dürfen. Also warum überhaupt was machen?
Es ist das Bonzentum der Parteibuchritter, welche Österreich in den Abgrund führen.
Das System der Parteibuchritter hat aber noch nicht erkannt, dass schon bald die Mittel zur Aufrechterhaltung des Paradieses fehlen werden. Auch der Neugebauer wird noch in den Genuss einer Volkspension kommen!
Von Gast: Gast: ET am 22.11.2009 um 18:26
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Wahnsinn
Warum sind die Prüfer d. OeNB mit solchen Prüfaufgaben überfordert? Ähnliches war ja auch i. BAWAG-Skandal sichtlich zu Tage gekommen. Diese Prüfungen gehören weg von der OeNB in die Hände von Experten und dieser Privilegienstadl kurzerhand geschlossen.
Von Gast: Gast: next Generation am 22.11.2009 um 14:04
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