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Dialog-backdrop Constantia Privatbank soll bis Freitag verkauft seinDer Eigentümerwechel bei der Constantia Privatbank scheint nur noch eine Frage von Tagen: Bis Montag, 12 Uhr, konnten potenzielle Interessenten ihre Angebote abzugeben. Es seien fristgerecht mehrerer Angebote eingelangt, teilte das Unternehmen in der Folge mit. "Diese Angebote werden nunmehr vom Vorstand und unseren Beratern geprüft", sagte Helmut Urban, Sprecher des Vorstands der Constantia Privatbank. Der weitere Fahrplan: Bei der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch werden die verschlossene Kuverts mit den finanziellen Konditionen geöffnet. "Nach einer auf diesen Unterlagen fußenden Entscheidung des Aufsichtsrats und nach Zustimmung der Behörden könnte Ende dieser Woche ein Vertrag unterzeichnet werden," so Urban. Zuletzt war von drei Interessenten die Rede gewesen, jetzt dürften es nur mehr zwei sein: "Die LGT wird kein Angebot einreichen", erklärte das im Besitz der Fürstenfamilie von Liechtenstein stehende Institut am Montag auf APA-Anfrage. Nach dem Ausscheiden der LGT Group dürften die Chancen für die Investorengruppe um Ex-Bank-Austria-Vorstand Willi Hemetsberger gestiegen sein. Er und der Sanierer Erhard Grossnigg dürften nunmehr die einzigen verbliebenen Bieter sein. Grossnig soll zusammen mit dem Ex-Goldman-Sachs-Chef für Österreich, Klaus Umek, antreten. Mit dabei soll auch Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner sein. Weder Hemetsberger noch Grossnig waren heute bisher erreichbar. Hemetsberger will Berichten zufolge seine eigene Firma, die Ithuba Capital, in die Constantia einbringen. Dadurch könnte der Investmentbanker rund 40 Prozent der Anteile halten. An dem Konsortium soll auch Christoph Dichand beteiligt sein. Weiters wurden Berndorf-Chef Peter Pichler und sein Vorgänger Norbert Zimmermann und Immobilienmann Georg Stumpf mit der Gruppe in Verbindung gebracht. Zuletzt war im Oktober die damalige Finalistin aus Deutschland, das Bankhaus Hauck & Aufhäuser, abgesprungen. Die heute vorgelegten Angebote müssen noch keinen Kaufpreisvorschlag enthalten. Die Bieter müssen darin vielmehr dazu äußern, zu welchen rechtlichen Konditionen sie sich einen Kaufvertrag vorstellen können, so der Sprecher der Constantia Privatbank zur APA. Es sei auch nicht vorgesehen, dass die Namen der Bieter oder auch nur die Anzahl der eingetroffenen Kuverts bekannt gegeben wird, auch nicht, dass einzelne Bieter von sich aus an die Öffentlichkeit gehen. "Das ist so nicht vereinbart", so der Sprecher. Derzeit gehört die Constantia fünf österreichischen Großbanken, die sie im Oktober 2008 während der Krise aufgefangen haben. Sie war auch sehr stark in die Lehman-Pleite involviert. Als möglicher Kaufpreis wurden zuletzt 60 Millionen Euro genannt. Das ursprünglich der Turnauer-Erbin Christine de Castelbajac gehörende Institut musste im Oktober 2008 aufgrund von Liquiditätsproblemen von den fünf heimischen Großbanken aufgefangen werden. Seither steht es zu je 24,99 Prozent im Eigentum der Bank Austria und der Raiffeisen Zentralbank (RZB), 23,75 Prozent gehören der Erste Bank, 15,63 Prozent der ÖVAG und 10,64 Prozent der Bawag. Hintergrund der Liquiditätsprobleme waren undurchsichtige Geldflüsse zwischen der Constantia- und Immofinanz-Gruppe. Auch unter der Lehman-Pleite hat die Bank gelitten. Ein seit Monaten verhandelter komplizierter Generalvergleich zwischen Constantia B.V. und Immofinanz schließt unter anderem auch die Bank mit ein.
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