von Hans-Jörg Bruckberger | 24.11.2009 | 09:01
direktanlage.at sieht sich als "totaler Profiteur der Krise"
direktanlage.at-Chef Ernst Huber
Die Finanzkrise samt Wertvernichtung und Vertrauensverlust an den Börsen müsste auch und gerade an einem Discount-Broker nicht spurlos vorrüber gegangen sein. Sollte man meinen! Tatsächlich hat der österreichische Platzhirsch direktanlage.at aber sogar Kunden dazugewonnen. "Wir spüren die Krise bis heute nicht, im Gegenteil: Wir sind totale Profiteure", sagt CEO Ernst Huber. "Wir haben sogar 2008 rund 2000 Kunden dazu gewonnen und halten derzeit bereits bei einem Kundenstand von rund 56.000."
Vor allem im Privatbanken-Bereich seien viele Kunden enttäuscht und würden zur direktanlage wechseln. "Oft ist über zehn Jahre außer Spesen nichts gewesen", so Huber, der ab 50.000 € mit dem deutschen Partner DJE auch professionelle Vermögensverwaltung anbietet. Sowohl bei der Anzahl der Wertpapiertransaktionen als auch beim Kundenportfoliovolumen erwartet Huber für heuer sogar neue Rekorde. Letzteres werde erstmals über drei Milliarden € betragen. "Andere Banken sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt, wir können uns auf den Kunden konzentrieren", betont Huber, der mit 120 Mitarbeitern 2008 ein Vorsteuerergebnis von 11,02 Millionen € erwirtschaftete und sich über eine Eigenkapitalrendite von 40,5 Prozent sowie eine Eigenmittelausstattung von 13,5 Prozent freut. 2009 werde ähnlich gut ausfallen, so der direktanlage-Chef, der auf Sicht von fünf bis sieben Jahren bei der Kundenzahl Verdoppelungspotenzial ortet.
Konjunktur und Märkte sieht er weniger rosig. "Woher soll Wachstum kommen? Fremdfinanziert ist es auf Dauer ungesund." Huber befürchtet "japanische Verhältnisse" mit einer längeren Durststrecke. "Gold als Depot-Beimischung ist sicher kein Fehler." Prompt bietet sein Haus nun auch Barren an.
1 Kommentar
Wertpapiertransaktionen ...
Ja das kann ich mir vorstellen, dass die WP-Transaktionen einen neuen Rekord aufstellen. Beim derzeitigen Auf und Ab an den Börsen ziehen leider allzuoft die stop-orders bzw. wird versucht, jeden Gewinn so schnell als möglich zu realisieren. Positiv ist, dass die Spesen bei direktanlage um einiges günstiger sind als bei einer gewöhnlichen Hausbank...
Von Gast: Gast: gastbroker am 24.11.2009 um 14:53
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