von Oliver Bayer | 24.11.2009 | 16:23
Veit Schalle als Retter der Bundesliga fast im Out
Drei Kandidaten rittern um den Posten des Präsidenten der Österreichischen Bundesliga. Ein Mann mit guten Wirtschaftskontakten wäre wünschenswert, EX-Billa Chef Veit Schalle hat dennoch nur Außenseiterchancen.
Veit Schalle: Der Ex-Billa-Chef als Bundesligapräsident?
Zahl
3,5 Millionen €
an Eigenkapital hat die Fußball-Bundesliga laut dem scheidende Präsident Martin Pucher. Nach mageren Jahren geht es der Liga jetzt wieder besser. Das durchschnittliche Budget der Bundesliga-Klubs ist in den vergangenen Jahren auf 14,5 Millionen € gestiegen.
Zitiert
Bundesliga-Sprecher Christian Kircher
Die Neuausschreibung für die TV-Rechte soll aber noch heuer stattfinden
Sturm Graz Präsident Hans Rinner
Tipp3-Vorstand Dietmar Hoscher
Das Rennen um die Nachfolge von Martin Pucher als Präsident der Österreichischen Fußball-Bundesliga gewinnt an Dynamik: Sturm Graz-Präsident Hans Rinner und Dietmar Hoscher, Chef des Liga-Sponsors Tipp3 scheinen sich als heißeste Kandidaten hervorzutun, während Ex-Billa-Boss und Ex-BZÖ-Wirtschaftssprecher Veit Schalle offenbar nur Außenseiterchancen hat.
„Anforderungsprofil für den Job gibt es keines. Der Kandidat sollte aber gute Kontakte zur Wirtschaft und Politik haben”, sagt Bundesliga-Sprecher Christian Kircher. Dies könnte für Schalle sprechen. Mit Energie AG Oberösterreich-Boss Leo Windtner wurde der Posten des ÖFB Präsidenten im Februar 2009 schon mit einem Mann aus der Wirtschaft besetzt.
TV-Rechte im Fokus
In der Präsidentenkonferenz kommenden Freitag werden jedenfalls alle drei Kandidaten ihre Konzepte vorlegen. Die Wahl findet am 7. Dezember statt. Eine der Hauptaufgaben des neuen Präsidenten wird die Neuverhandlung des Vertrags für die Fernsehübertragungsrechte sein. Der aktuelle Vertrag mit dem ORF und dem Pay-TV Sender Sky gilt noch bis Ende der laufenden Saison und bringt der Bundesliga jährlich 14 Millionen €. “Die Ausschreibung für die Rechte soll aber noch heuer stattfinden, das ist der Plan”, sagt Kircher. Verhandelt wird mit allen heimischen sowie mit internationalen TV-Stationen. Daneben dürfte auch der aktuelle Wettskandal den künftigen Präsidenten beschäftigen.
Kommentare… Kommentar hinzufügen…