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Dialog-backdrop Klausner-Gruppe rittert mit den AnleihegläubigernDer Tiroler Holzkonzern Klausner muss seine Anleihe restrukturieren. Dem Vernehmen nach sollen die Gläubigerbanken dazu ein ordentliches Scherflein beitragen.
Der Holzindustrielle Fritz Klausner muss in seinem Konzern nach wie vor den Hobel ansetzen, um die Krise zu meistern FactsKausner-GruppeDurch die Subprime-Krise in den USA ist dem Holzimperium Klausner der wichtigste Markt für Bauholz weggebrochen, und es ist in Bedrängnis geraten. Klausner musste Werke zum Teil auf Kurzarbeit setzen bzw. befristet die Produktion einstellen. Die Gruppe unterhält fünf Säge- und Hobelwerke in Deutschland sowie die Klausner Trading International (Ö) und die Klausner Trading USA.
Bei der Klausner-Gruppe, einem der größten Schnittholzerzeuger Europas, läuft nicht alles rund. Für Montag hat die Klausner Holding Deutschland um Fritz Klausner in Wien eine Anleihe-Gläubigerversammlung angesetzt. Die börsenotierte Anleihe (125 Millionen €) wurde am Freitag vom Handel ausgesetzt. Auf der Tagesordnung der Veranstaltung, die Banken betrifft, steht "die Erörterung eines Umtauschangebots betreffend die Anleihe in neue, von der Emittentin auszugebende Anleihen". Die Anleihe wurde 2007 mit einer Laufzeit von sieben Jahren ausgegeben, der Kupon beträgt 5,25 Prozent. Zum Jahresende sind die Zinsen fällig. Laut Brancheninsidern wird damit gerechnet, dass die Banken der Anleihe-Restrukturierung mit einem deutlichen Abschlag auf die Sprünge helfen. Den Banken sollen dafür mehrere Angebote unterbreitet worden sein. Indes schreitet die Restrukturierung des Klausner-Konzerns (1800 Mitarbeiter, 712,5 Millionen € Umsatz) mit Stammsitz im Obernberg, Tirol, und Sägewerken in Thüringen, Sachsen, Niedersachsen und Bayern voran. Wie berichtet hat Klausner auf Wunsch der Banken die Roland Berger Strategy Consultants an Bord geholt. Neben einer empfindlichen Kostenreduktion soll die Gruppe beim Working Capital "ziemlich viel gemacht haben". So wurde der Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen deutlich abgebaut, ebenso die Forderungen und Verbindlichkeiten. Aufgrund einer Absatzsteigerung bei Schnitt- und Restholz steigt auch der Umsatz wieder. Im Juli lag der Umsatz mit 34,7 Millionen € rund 3,7 Millionen € über Plan, das EBITDA betrug plus 800.000 €, geplant waren plus 100.000 €. Aber das EBIT war nach wie vor negativ. Laut Branchenkennern hat die Klausner-Gruppe "die Liquidität, um die normalen Zinsen bedienen zu können". Die Verbindlichkeiten sollen rund 655 Millionen € betragen, davon entfallen 429 Millionen € auf Kredite und 226 Millionen € auf Avale (Bürgschaften). Unter den österreichischen Kreditgebern sind die RLB OÖ, die Hypo Alpe Adria Bank, die Bank Austria und die Investkredit. mehr Branchen…
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