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Heiß-kalt für Unternehmensberater

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von Thomas Pressberger | 08.02.2010 | 17:20

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Heiß-kalt für Unternehmensberater

Wer sich in Zeiten der Wirtschaftskrise mit Restrukturierung und Sanierung beschäftigt, hat die Nase vorne. Wer nur auf Training setzt, verliert.

WB-Mayr

Arthur D. Little-Chef Karim Taga ortet vor allem in Süd-Osteuropa wichtige Impulse für die Branche

Die Wirtschaftskrise hat für Unternehmensberater eine Sonnen- und eine Schattenseite. „Berater, die sich auf Reorganisation und Sanierung konzentrieren, bei denen läuft es. Jene die sich nur auf Training beschränken, hatten Einbrüche", sagt Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie.

Laut Branchenkennern hat mancher Berater 2009 seinen Umsatz verdreifacht, dem anderen sind die Kunden weggebrochen. „2009 sind wir mit zwei blauen Augen davon gekommen. Über die gesamte Branche war eine Umsatzsteigerung von 1,5 Prozent drinnen", sagt Harl. Auch heuer soll sich eine Steigerung ausgehen, 2010 entwickle sich durch die Bank positiver.

Eine leichte Entspannung ortet auch Karim Taga, Geschäftsführer von Arthur D. Little Austria: „2009 haben die Unternehmen massiv gespart, 2010 gibt es in Österreich wieder positive Anzeichen." Besonders im Bereich Automotive sei stark gebremst worden, jetzt müssten die Unternehmen aber wieder investieren. Nachfrage bestehe vor allem in Süd- und Osteuropa in den Bereichen Kostenreduktion und Verschieben von Kompetenzen. „Die Unternehmen haben schnell expandiert, jetzt müssen sie ihre Prozesse optimieren", sagt Taga. Osteuropa gilt für ihn zur Zeit als der „Retter", besonders in Bulgarien und Rumänien laufe es sehr gut.

Fokus entscheidend

2009 war für Ernst & Young im Beratungsgeschäft ein gutes Jahr, Vorteile für große Unternehmen sieht Country Managing Partner Helmut Maukner dennoch nicht: „Es liegt vor allem am Fokus, aber auch, wie weit man Ressourcen verschieben kann." Gut habe sich das Feld Performance Improvement entwickelt, der Bereich Transaktionen sei fast zum Erliegen gekommen. Er rechnet 2010 mit einer Verschlechterung der Lage.

 „Die Unternehmensberater spüren die Auswirkungen der allgemeinen Wirtschaftslage verzögert." Das Wachstum der letzten Jahre soll auch für Ernst & Young heuer nicht erzielbar sein.

In Österreich gibt es knapp 10.200 Unternehmensberater, mit insgesamt 24.300 Beschäftigen, die 2009 auf einen Umsatz von rund 3,05 Milliarden € gekommen sind. Die größten Felder sind Beratung, Training und Coaching.

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