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Dialog-backdrop Lottelo-Gründer Goldscheider: "Wir werden uns nicht absetzen"Lottelo.at hat eine Klage des VKI sowie eine Mahnung des Finanzministeriums am Hals. Gründer Goldscheider will dennoch weitermachen. "Das Finanzministerium redet viel über, aber nicht mit uns", ärgert sich Daniel Goldscheider, Gründer des Lotterie-Spiels Lottelo.at. Der 34jährige Wiener, der zurzeit in der Schweiz lebt und arbeitet, startete vor zwei Wochen die Spielplattform Lottelo.at, die derzeit massiv in Werbekampagnen beworben wird. Die Idee: Teilnehmer schicken die Handynummer eines Freundes an eine Mehrwert-Nummer (70 Cent per SMS), welcher dann am Gewinnspiel teilnimmt. Täglich werden aus einem Pool von zwölf Millionen Mobilfunknummern Gewinner gezogen. In einer Stellungnahme teilte das Finanzministerium Montag mit, dass es sich seiner Einschätzung nach um einen Verstoß gegen das Glücksspielmonopol des Bundes handle. Außerdem, so das Statement wörtlich, bestehe die Gefahr, dass sich die Gründer absetzen könnten. Der VKI hat aufgrund des "psychologischen Drucks" auf Konsumenten eine Klage gegen Lottelo eingebracht. Lottelo tröstet den Spieler Gegenüber dem WirtschaftsBlatt drückt Gründer Goldscheider seine Verwunderung aus. "Offenbar haben sie im Finanzministerium unsere Spielregeln nicht gelesen", sagt er. Denn darin werde deutlich, dass die Spieler nicht mit der Erwartung an dem Spiel teilnehmen würden, selbst einen Preis zu gewinnen. "Sie spielen für einen Freund", sagt Goldscheider, der darin überhaupt den besonderen Kick ortet. Schließlich könne Lottelo.at damit besser als eine Lotterie über die Enttäuschung hinwegtrösten, nichts gewonnen zu haben. "Am Ende bleibt zumindest die freundschaftliche Geste, einen Freund etwas geschenkt zu habe", so Goldscheider. Die Geschäftsidee zu einem Lotteriespiel über SMS sei ihm bei der Arbeit in seinem US-Unternehmen Mediaguide gekommen, das Clipüpings von Musikbeiträgen von US-Radiostationen erstelle. SMS-Gewinnspiele lieferten viel Traffic und Aufmerksamkeit. Die Österreicher würden gerne ihr Glück im Spiel suchen - außerdem sei die Handy-Penetration hoch. Österreich sei also der ideale Testfall, ob die Geschäftsidee funktioniere. Zusammen mit Investoren investiere er einen einstelligen Millionenbetrag in Lottelo.at. Von den 70 Cent je SMS würden mehr als 50 Prozent an die Mobilfunkbetreiber gehen, der Rest werde zwischen Gewinnern und Lottelo aufgeteilt. Die Auszahlung eines möglichen Millionengewinns sei über ein Versicherungsunternehmen gesichert. "Werden nie Daten verkaufen" Die Klagen des VKI sowie die Haltung des Ministeriums enttäuschen Goldscheider, halten ihn jedoch nicht vor der Umsetzung seines Business Plans ab. Er sei mit dem Anlaufen des Spiels zufrieden, könne jedoch keine Zahlen nennen, wieviele User er tatsächlich für den Dienst gewinnen könne. Den Vorwurf, dass er ohne Opt-In die User mit SMS beschicke, also gegen den Datenschutz verstoße, begegnet er gelassen: "Ich verspreche, dass wir uns nicht absetzen werden. Und ich verspreche auch, dass die User nie mit Werbung von Dritten beschicken werden. Wir haben kein Geschäftsmodell für diese Datenverwertung", so Goldscheider. Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Branchen…
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1 Kommentar
an Dummheit nicht zu überbieten
hier wird ja keinem Freund etwas geschenkt, sondern die Teilnehmer werden einfach durch Lottelo abgezockt.
Von Gast: Gast: wir durchschauen das am 09.02.2010 um 16:18
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