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Asfinag überlegt höhere Lkw-Maut

10.05.2010 | 19:23 | Manfred Mader (Wirtschaftsblatt)

Aufgrund gesunkener Einnahmen denkt die Autobahnfinanzierungsgesellschaft laut über die Verschiebung von Bauprojekten und die Erhöhung der Lkw-Maut nach.

Das Jahr 2009 hat für die Autobahnfinanzierungsgesellschaft Asfinag aufgrund der Wirtschaftskrise erhebliche Einnahmeneinbußen gebracht. Alleine die Lkw-Mauterlöse gingen um 13 Prozent auf 926 Millionen € zurück. Der Gewinn wurde um 12,1 Prozent auf 290 Millionen € geschmälert, die Gesamt­verschuldung wuchs um 400 Millionen € auf 11,3 Milliarden € an.

Nun muss die dem Bund gehörende Gesellschaft gegensteuern. Der Vorstand denkt an zwei Maßnahmen und beide bergen gehörigen Zündstoff: Zum einen eine Erhöhung der Lkw-Maut und zum anderen eine Verschiebung von Bauprojekten.

Brummer zahlen mehr

Seit 1. Jänner 2010 gilt die ökologisierte Lkw-Bemautung, wonach schadstoffärmere Lastkraftwagen eine um bis zu zehn Prozent reduzierte Gebühr zahlen, besonders umweltschädliche Brummer hingegen einen Aufschlag von zehn Prozent hinnehmen müssen. In den ersten vier Monaten hat dies zu 3,9 Prozent mehr Einnahmen geführt. „Aber schon 2011 wird diese Regelung zu Mindereinnahmen führen, weil immer weniger Alt-Lkw auf der Straße sind", so Asfinag-Chef Klaus Schierhackl. „Darum wird man da um eine Tarifanpassung nicht herumkommen."

A5 in Diskussion

Bei der Verschiebung von Bauprojekten beginnt jetzt das große Rechnen. „Ziel ist, bis zum Herbst zu fixieren, welche Projekte finanzierbar sind und welche aufgeschoben werden", so Planungs-Vorstand Alois Schedl. So steht aufgrund des verminderten Lkw-Aufkommens und der Tatsache, dass in Tschechien die Autobahn nicht weitergeführt wird, der Komplettausbau der Nordautobahn auf dem Prüfstand. Doch es formiert sich bereits Widerstand: Wolfgang Herzer, Obmann der Transporteure. „Ein Baustopp hätte katastrophale Folgen. Wir brauchen diesen wichtigen Verkehrsträger voll ausgebaut und wollen keinen Fleckerlteppich."
Für heuer rechnet die Asfinag mit einem weiteren Ergebnisrückgang um 30 Prozent. Der Schuldenstand wird dann um neun Prozent auf 12,3 Milliarden € steigen.


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