von Günter Fritz | 13.02.2012 | 08:44
AUA-Rückzug aus Mumbai ist fix
Preisdruck. Die AUA setzt neue Schwerpunkte, um auch dem Wettbewerbsdruck besser abfedern zu können. Neuer Schwerpunkt: Im Nahe Osten und Osteuropa wird aufgestockt.
AUA-Chef Jaan Albrecht eröffnet das Match um Tel Aviv
Wien. Worüber Branchenkenner seit Längerem spekuliert haben, ist nun fix: Die AUA wird mit Beginn des Sommerflugplans 2012 die Verbindung von Wien nach Mumbai einstellen. Auf dieser Indien-Strecke konnte Austrian dem Wettbewerbsdruck durch Emirates und durch Lufthansa-Konzernairlines nicht mehr standhalten und profitabel fliegen, heißt es. So sind etwa AUA und Swiss binnen fünf Minuten aus Mumbai abgeflogen.
Preiskampf um Israel
AUA-CEO Jaan Albrecht verlegt sich stattdessen auf den Nahen Osten und stockt dort die Kapazitäten auf. Die auf der Mumbai-Verbindung bislang fünf Mal pro Woche eingesetzte Boeing 767 wird künftig nach Tel Aviv und Teheran fliegen. Nicht nur, weil Austrian Airlines dort zusätzliches Potenzial ortet; auch weil Mitbewerber Niki ab kommender Woche Israel ins Programm aufnimmt.
In den nächsten Monaten wird ein harter Preiskampf um die Tel-Aviv-Strecke erwartet. Auch die 2011 unruhenbedingt eingestellten Libyen-Flüge werden wieder aufgenommen, Tripolis fünf Mal pro Woche bedient. Mit diesem „Triple-T-Kurs" und einer Fokussierung auf Osteuropa soll die Sanierung der defizitären AUA ertragsseitig vorangetrieben und wieder „Triple-A-Status" erreicht werden.
In Osteuropa werden die Flüge nach Bukarest von drei auf bis zu fünf pro Tag und jene nach Sofia von vier auf bis zu fünf täglich erhöht. In London wird durch den Verkauf der Lufthansa-Tochter BMI eine Frequenz frei, womit die AUA künftig vier Mal täglich in die britische Hauptstadt fliegt. Auch Barcelona wird erhöht. In Österreich bleiben die Bundesländerverbindungen bestehen, nach Klagenfurt wird es in Zukunft einen zusätzlichen Morgenflug geben.
Zusätzlich baut die AUA ihre Billigschiene aus und vermarktet unter dem Titel „Red Pack" Flug- und Hotel-Kombiangebote.
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