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Banken-KV-Streit schwelt weiter

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16.02.2012 | 14:18

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Banken-KV-Streit schwelt weiter

Banken. Bei den Verhandlungen zum Banken-Kollektivvertrag gibt es weitehin keine Annäherung.

WB/Mayr

Bank Austria Chef Willibald Cernko hält die Forderungen der Gewerkschaft für überzogen.

Wien. In der diesjährigen Banken-Kollektivvertragsrunde gibt es weiter keine Zeichen der Annäherung. Die Gewerkschaft beginnt am Freitag, mit Urabstimmungen. Sie dauern bis 24. Februar. Die Gewerkschaft will dabei über weitere Maßnahmen "zur Durchsetzung der Forderungen der Betriebsräte" abstimmen lassen.

Die Arbeitgeber weisen die Arbeitnehmerforderungen - konkret 4,9 Prozent mehr Lohn für die rund 80.000 Beschäftigten - vehement zurück, die Gewerkschaft hat wiederum das 30-Euro-Fixangebot der Arbeitgeber als Reallohnverlust abgelehnt.

Arbeitnehmer-Chefverhandler und Bank Austria-Betriebsratschef Wolfgang Heinzl rechnete heute vor: Bei einem monatlichen Bruttogehalt von 2.542 Euro würde dies eine Erhöhung von nur 1,18 Prozent bedeuten, was nicht einmal der halben Abgeltung der Inflationsrate entspreche. Daher sei dieses Arbeitgeber-Angebot eine" Provokation".

4,9 Prozent sind zuviel

Bank Austria-Vorstandschef Willibald Cernko nannte am Donnerstag die geforderten 4,9 Prozent "bei weitem als zuviel". Er sei aber sicher, dass am Ende ein akzeptables Ergebnis herauskomme, es gebe ja "Orientierungen im Markt". Das Umfeld für die Banken sei nicht brüllend, es gehe nicht allen gleich gut. "Es gibt ja auch Mitbewerber, die am Tropf der Republik hängen. Das muss auch mitbedacht werden."

Für einen gesplitteten Abschluss je nach Zustand der Banken hat es Vorschläge der Arbeitgeber gegeben, die wurden von der Gewerkschaft aber gleich vorweg abgelehnt.

Cernko bekräftigte im Klub der Wirtschaftspublizisten, beim laufenden Mitarbeiterabbau seines Hauses im Inland ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen zu wollen. Er will dies mit natürlicher Fluktuation bewerkstelligen.

(APA)

 

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2 Kommentare

Abschluss je nach Zustand?

Über das Gegenangebot von 30 EUR braucht man wohl wirklich nichts zu sagen! Das einzige Wort das mir hier einfällt: FRECHHEIT! Vor allem würde mich aber interessieren, wie die Andeutung über einen "gesplitteten Abschluss je nach Zustand der Banken" durchdacht worden ist! Wie würde das z.B. im Falle der ÖVAG aussehen? Hier sitzen (gezwungenermaßen) 62 Primärbanken mit im Boot, die zum größten Teil sehr wohl gut gewirtschaftet und Gewinne erzielt haben. Sollen deren Angestellte jetzt für den "Wiener Wasserkopf" bestraft werden? Wieso müssen eigentlich immer die Angestellten an forderster Front leiden? Sie bekommen die Auswirkungen von Kriesen jedesmal hautnah zu sprüen, müssen den Ärger und die Verunsicherung der Kunden abfangen, erdulden und ertragen und werden dann noch für Fehlentscheidungen der Führungsetagen zur Kasse gebeten. Von Jobängsten etc. will ich gar nicht erst reden. Und das alles für ein Essen bei McDonald?

Von Gast: Gast: K(o)enner am 23.02.2012 um 08:44

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Die Banken spielen mit dem Feuer

€ 30 mehr im Monat, das bedeutet nach Steuern bleiben etwa € 15, damit kann man zu zweit schon mal bei McDonald's essen gehen....klingt verlockend.
Wer so ein Angebot macht braucht sich nicht wundern, wenn die Bankangestellten die Arbeit dauerhaft niederlegen. Milliarden im Osten verzocken und dann bei den eigenen Mitarbeitern versuchen das Geld wieder hereinzusparen ist sicher nicht der richtige Weg. Genauso wenig wie den KV-Abschluss an die Performance von Hypo Alpe Adria oder ÖVAG zu knüpfen. Alles unter 4 % für alle ist absolut indiskutabel.

Von Gast: Gast: Heinz K. am 17.02.2012 um 07:38

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