von Leo Himmelbauer | 13.02.2012 | 14:04
Bis zu 4,2 Prozent mehr Lohn in der E-Wirtschaft - Keine Streiks
Die KV-Verhandlungen für die 21.000 Beschäftigten der österreichischen Elektrizitätswirtschaft sind nach vier erfolglosen Runden und zwischenzeitlichen Sondierungsgesprächen am 13. Februar doch noch erfolgreich abgeschlossen werden. Damit bleibe der Arbeitsfrieden in der Branche erhalten, und die bereits für den 14. Februar anberaumten Protestversammlungen der Belegschaften werden abgesagt, teilten die Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE mit.
Die Löhne und Gehälter der Branche steigen rückwirkend mit 1. Februar zwischen 4,2 und 3,8 Prozent, wobei die niedrigeren Gehaltsstufen stärker berücksichtigt werden.
Weiters wurde zwischen den Kollektivvertragspartnern vereinbart, ab 1. März eine gemeinsame Evaluierung der Lohn- und Gehaltsfindung vorzunehmen. Im Rahmen dieser Gespräche sollen auch Rahmenrechtsfragen zu den Themen "Altersgerechtes Arbeiten, Schicht-und Schwerarbeit" behandelt werden.
Die E-Wirtschaft zählt bekanntermaßen zu den Branchen mit den höchsten Gagen. Die Ist-Bezüge der Angestellten liegen bei durchschnittlich 4175 Euro brutto monatlich, jene der Arbeiter bei 3148 Euro - im Schnitt sind es mehr als 4000 Euro, was am hohen Angestellten-Anteil liegt.
Arbeitnehmer und Arbeitgeber sehen in dem heurigen Abschluss eine "faire Lösung", die sowohl den Interessen der Belegschaft als auch der Wettbewerbsfähigkeit der E-Wirtschaft Rechnung trage.
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