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Citec baut heuer in Berlin aus

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von André Exner | 05.02.2012 | 17:47

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Citec baut heuer in Berlin aus

Immobilien. Der medienscheue Immobilienentwickler Citec gewährt Einblick in seine neue Strategie: Ein riesiges Berlin-Portfolio wird aufgebaut.

WB/Mayr

Citec-Chef Andreas Ruthensteiner ist ein Fan der deutschen Hauptstadt: Die Immo-Renditen sind höher als in Österreich

Chronik

1999 Ruthensteiner, Oliver Jungnickel und Franz Hartl gründen Citec.

2004 Mit Citec 1 wird das erste Zinshauspaket in Wien aufgebaut, es geht um 140 Millionen € an Karl Wlaschek.

2005 Citec 2 geht um 120 Millionen € an eine Investorengruppe um Michael Gröller.

2007 Die S Immo kauft das dritte Citec-Portfolio um 185 Millionen €. Diesmal sind deutsche Häuser im Paket.

2007 Citec investiert in Osteuropa - zuerst in Bukarest und dann in Prag.

Wien. Fünf Jahre lang war es ruhig um den Immobilienkonzern Citec. Von einem Comeback kann man trotzdem nicht sprechen, sagt CEO Andreas Ruthensteiner: Der Zinshaus-Entwickler hat quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein Portfolio aus rund 40 sanierten Altbau-Wohnhäusern mit insgesamt rund 100.000 Quadratmetern im Wert von 125 Millionen € aufgebaut. „Der Fokus der Neuinvestitionen wird mittelfristig weiter auf Berlin liegen", sagt der CEO. „Heuer ist ein Investmentvolumen von rund 30 Millionen € geplant."

In Berlin liegen die Preise für Zinshäuser mit aktuell 1200 bis 2400 € je Quadratmeter bei der Hälfte des Wiener Niveaus, und die Rendite für ein Haus, das in Wien 2,5 Prozent abwirft, beträgt 5,5 Prozent - und das bei vergleichbarer Rechtslage und ähnlichen Kosten bei Sanierung und Finanzierung. Die Mieten sind in den letzten fünf Jahren von fünf bis sechs auf sieben bis acht € je Quadratmeter gestiegen. „In dieser Dynamik wird es nicht weitergehen, aber Steigerungen erwarte ich nach wie vor", sagt Ruthensteiner. Pro Jahr ziehen mehrere zehntausend Personen zu, viele Ämter, Ministerien und Headquarters haben den Umzug in die Hauptstadt noch vor sich.

Fokus auf Sanierung

Inzwischen sind viele österreichische Investoren in Berlin; neben Citec etwa Conwert, FMS Berlin und Immowert. Man komme sich trotzdem nicht in die Quere, versichert Ruthensteiner: „Es gibt noch genügend Häuser für alle." Auch Private kaufen derzeit verstärkt ganze Zinshäuser, Citec bevorzugt daher sehr große Objekte im Preisbereich um vier Millionen €, wo die Privaten nicht mehr dabei sind und die Preise nicht nach oben treiben. Zudem wird jedes Haus sockelsaniert. Der Dachgeschossausbau sei jedoch anders als in Wien noch kein Thema. Citec hält noch ein größeres Paket in Rumänien, besitzt Häuser in Prag und einiges in Wien. Neuinvestitionen auf dem Heimmarkt, wo die Preise zuletzt extrem gestiegen sind, schließt Ruthensteiner aber dezidiert aus.

Börsegang kein Thema

2003 war ein Börsegang von Citec geplant - dass es nicht dazu gekommen ist, macht den CEO im Nachhinein sehr froh. „Auch in Zukunft wird es kein IPO geben", sagt er. Bisher hat Citec fertig geschnürte Immo-Pakete an Großinvestoren wie Karl Wlaschek und S Immo verkauft. Das aktuelle Berlin-Paket will man langfristig behalten. Erstmals sind daher auch betuchte Privatanleger eingeladen, sich zu beteiligen: Fünf bis zehn Privatstiftungen können sich bei den Berliner Citec-Immos beteiligen und an den im Vergleich zu Wien höheren Renditen partizipieren.

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