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Dialog-backdrop Dem Autohandel entgehen rund 40.000 weibliche Kunden im JahrAutomobil. Nur rund ein Drittel aller verkauften Neuwagen geht an Frauen. Das Potenzial sollte genutzt werden. FactsAuto ist ein MussHerr und Frau Österreicher legen jährlich durchschnittlich 12.095 Kilometer zurück. Ganze 71 Prozent dieser Wege werden mit dem Auto bewältigt. Wie ein aktueller Klima-Check des VCÖ ergeben hat, führt die ungebrochene Beliebtheit des Pkw somit zu einem jährlichen Pro-Kopf-Ausstoß von 1346 Kilogramm CO2. Der Studie zufolge ist noch immer jede zweite Autofahrt kürzer als fünf Kilometer, jede elfte sogar kürzer als ein Kilometer. Durchschnittlich wird ein Pkw nur eine Stunde täglich genutzt, die restlichen 23 Stunden steht das Fahrzeug auf einem Parkplatz oder in der Garage.
Wien. Der europäische Automarkt fährt an einer kaufkräftigen Zielgruppe vorbei: den Frauen. Laut einer Studie des CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen sind nur rund ein Drittel der Neuwagenkäufer in Deutschland Frauen, in Österreich ist das Verhältnis ähnlich. Dabei lassen vor allem die berufstätigen jungen Frauen aus: Jene Frauen, die ein neues Auto kaufen, sind im Durchschnitt 48,4 Jahre alt. Würden die Autobauer ihre Vermarktungsstrategien ändern, könnten sie in Deutschland jährlich bis zu 400.000 Autos mehr verkaufen, so die Studie. "Das würde für Österreich ein theoretisches Potenzial von 30.000 bis 40.000 zusätzlich verkauften Autos bedeuten", sagt Studienautor Ferdinand Dudenhöffer. Von der Autoindustrie fordert er deshalb ein Umdenken: "Die Autohäuser liegen eher in Gewerbegebieten statt in Flaniermeilen. Die Präsentation der Wagen ist zu sehr auf technische Details ausgerichtet." Der Grund, warum Frauen so selten Autos kaufen, liegt für Harald Wimmer, Universitätsassistent am Institut für Marketing-Management der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien, in der Werbestrategie der Automobilkonzerne: "Anzeigen, Plakate oder Aussendungen sind sehr auf Männer ausgerichtet. Frauen werden gar nicht angesprochen." Frauen seien umweltbewusster als Männer, auf Sicherheit bedacht und schauten mehr auf das Preis-Leistungs-Verhältnis als auf Status und Pferdestärken. Punkten könnten hier die günstigeren japanischen und koreanischen Modelle. Das Spiel mitspielen Bei Alexander Martinowsky, Vorstand beim Autohändler Wiesenthal, kaufen Frauen nicht nur kleine, billige Autos. Im Gegenteil: "Oft sind es Selbstständige oder leitende Angestellte, die sich ein großes Auto leisten. Sie wissen meist genau, was sie wollen." Diesen Trend beobachtet auch Marlies Buxbaum, Leiterin des Beraterzentrums Dorotheergasse. In ihren Seminaren rät sie weiblichen Führungskräften, sich im männerdominierten Umfeld bewusst ein teures Auto zuzulegen: "Es ist wichtig, das Spiel um Status mitzuspielen, sonst wird man schnell zum Außenseiter." mehr Branchen…
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