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Dialog-backdrop Der Übernahmehunger in Österreich nimmt wieder zuDie Lebensgeister der Firmenchefs erwachen langsam wieder: Nach einer erstmaligen Zunahme an M&A-Aktivitäten im Vorjahr soll das Geschäft heuer kräftig wachsen. FactsDie grössten Deals in Österreich 2010■ PartyGaming kauft Bwin
Kaufpreis: 1,3 Milliarden € ■ OMV kauft Petrol Ofisi Kaufpreis: 997 Millionen € ■ GE Austria kauft Wellstream Kaufpreis: 937 Millionen € ■ Knowles kauft NXP Kaufpreis: 653 Millionen € ■ Rasperia stockt Strabag auf Kaufpreis: 373 Millionen € ■ CA Immo kauft Europolis Kaufpreis: 272 Millionen € ■ Silgan kauft Vogel&Noot-Unit Kaufpreis: 250 Millionen € ■ Signa kauft Bürogebäude Kaufpreis: 230 Millionen € ■ UniCredit kauft CA Immo Geplanter Kaufpreis: 216 Mio. € ■ Konsortium kauft IZD Tower Kaufpreis: 212 Millionen € ZitiertChristopher Kummer, IMAA-PräsidentIch höre, dass viele Unternehmen mehrere Akquisitionen machen wollen Nach den mageren Jahren im Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) belebt sich das Geschäft langsam wieder. Bereits im Vorjahr hat sich der Markt in Österreich stabilisiert, aber es war noch ein Übergangsjahr für ein deutlich aktiveres 2011. Dafür sprechen gut gefüllte Kriegskassen der Unternehmen und günstige Bewertungen. Im Vorjahr wurden 306 Transaktionen mit österreichischer Beteiligung abgeschlossen. Das ist ein Plus von 23 Prozent und gleichzeitig der erste Anstieg seit dem Höhepunkt im Jahr 2007. Im internationalen Vergleich ist die Zahl der österreichischen Deals sogar schneller gewachsen als in Europa oder weltweit, beim Volumen hinkt Österreich aber hinterher: so ist der Wert der Transaktionen mit 7,7 Milliarden € auf Vorjahresniveau geblieben, wie eine aktuelle Studie des Institute of Merger, Acquisitions and Alliances (IMAA) zeigt. „Die Mehrzahl waren kleinere Übernahmen. Das durchschnittliche Transaktionsvolumen war 31 Millionen €“, sagt Christopher Kummer, Chef des IMAA. Mehr nationale Deals Auffällig ist, dass die nationalen Übernahmeaktivitäten an Bedeutung gewonnen haben. So ist die Anzahl der Deals, die innerhalb unserer Landesgrenzen stattgefunden haben, um 53 Prozent gestiegen. Das sind 46 Prozent aller Transaktionen. Der größte nationale Deal war die Übernahme der Europolis durch die CA Immo um 272 Millionen €. Westen bevorzugt Nach wie vor konzentriert sich die Übernahmeaktivität der heimischen Unternehmen auf Westeuropa. „Durch die Krise gibt es die Tendenz, in stabilere Märkte zu gehen“, sagt Kummer. Akquisitionen in Mittel- und Osteuropa machen rund ein Drittel aus. Doch während die Zahl der Ost-Deals rückläufig ist, stieg das Volumen auf eine Milliarde € sprunghaft an. Hier führt die OMV mit dem Kauf der türkischen Petrol Ofisi um 997 Millionen € die Liste an. Für heuer erwartet der Experte, der auch an der Webster University lehrt, ein lebhaftes M&A-Geschäft: „Ich höre, dass viele Unternehmen mehrere Akquisitionen machen wollen.“ Es sei ein günstiger Moment, weil die Firmen genügend Geld haben und die Bewertungen relativ niedrig sind. „Es gibt auch einige Unternehmen am Markt, die schon seit ein paar Monaten Käufer suchen“, fügt er an. Einige Aktivitäten erwartet Kummer auch im Industriesektor, bei Immobilien und nicht zuletzt im Finanzsektor. „Es gibt einige der großen Banken, die kleinere Einheiten in Osteuropa verkaufen würden, weil sie keinen signifikanten Marktanteil aufbauen konnten.“ mehr Branchen…
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