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Druck auf AUA-Chef steigt - Gewerkschaft blockiert

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von Günter Fritz | 08.02.2012 | 00:32

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Druck auf AUA-Chef steigt - Gewerkschaft blockiert

Luftfahrt. Die Lufthansa-Zentrale schwört Topmanager auf Sparkurs ein, aber Spielraum für AUA-Chef Albrecht schwindet.

Foltin

AUA-Chef Jaan Albricht befindet sich in der Zwickmühle

Facts

Niki verliert
AUA-Konkurrent Air Berlin, zu der auch Austro-Flieger Niki gehört, hat im Jänner 1,72 Millionen Passagiere befördert - um 11,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Da zugleich die Kapazität um 15,1 Prozent reduziert wurde, stieg der Sitzladefaktor um 3,1 Prozentpunkte auf 75,86 Prozent. Das Tochterunternehmen Niki verbuchte 179.653 Passagiere, um zehn Prozent weniger als ein vor einem Jahr. Nach einer Reduktion der Kapazität um 8,5 Prozent sank die Auslastung um 1,1 Prozentpunkte auf 67,35 Prozent.

Wien/Frankfurt. Jaan Albrecht, seit 1. November Chef von Austrian Airlines, kommt bei der Sanierung der defizitären Lufthansa-Tochter immer stärker unter Druck. Er muss auf Vorgabe von Konzernboss Christoph Franz bei der AUA heuer den Turnaround schaffen und zu diesem Zweck 220 Millionen € einsparen. Doch dabei kommt er nicht wirklich vom Fleck.

Zwar durfte Albrecht vorgestern, Montag, beim Lufthansa-Führungskräftetreffen in Frankfurt sogar aufs Podium, um dort sein Sanierungskonzept zu präsentieren. Doch das ist nur Teil eines 1,5-Milliarden-€-Sparpakets namens "Score", mit dem sich der Lufthansa-Konzern für den sich verschärfenden Wettbewerb in der Branche wappnen will. Zentralfunktionen sollen gestärkt, Synergien gehoben und so Kosten gespart werden. "Die höheren Ergebnisse benötigen wir, um anstehende Investitionen in Flotte, innovative Produkte für die Kunden und Perspektiven für unsere Mitarbeiter finanzieren zu können", sagte Franz vor mehr als 1000 internationalen Lufthansa-Managern. 30 davon kamen aus Österreich, die auf den Sparkurs eingeschworen wurden. AUA-Aufsichtratschef Stephan Lauer ergänzte, es liege an der AUA selbst, den Standort Wien zu erhalten.

Heftiger Widerstand

Doch dort hat sich der Widerstand der Belegschaft seit der aus ihrer Sicht "überfallsartigen Präsentation" eines neuen KV-Entwurfs weiter verstärkt. AUA-Chef Albrecht hatte bisher einige Gespräche mit Politik, Systempartnern wie dem Flughafen Wien und Lieferanten, nur beim Versuch, die Personalkosten zu senken, kommt er nicht weiter. Laut AUA-Sprecher Peter Thier gibt es "noch kein gelegtes Ei", er berichtet jedoch von anstehenden Gesprächsterminen mit Personalvertretung und Gewerkschaft. Doch diese wird diese auch weiterhin nicht wahrnehmen, wie Gewerkschaftsvize Karl Proyer gegenüber dem Wirtschafts-Blatt bekräftigt: "Es gibt einen bis Ende des Jahres gültigen Kollektivvertrag und ein bis 2014 laufendes 150-Millionen-€-Spar paket bei den Mitarbeitern. Da gibt es nichts zu verhandeln und nichts zu holen." Jetzt haben Boden- und Bordpersonalverteter für Freitag einen Sonderaufssichtsrat durchgesetzt, bei dem Albrecht erklären soll, wohin die Reise der AUA geht.

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