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Ein Fall "Müller" in Österreich undenkbar

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von Thomas Pressberger | 21.02.2012 | 00:33

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Ein Fall "Müller" in Österreich undenkbar

Bäcker. Hygienemängel wie beim deutschen Großbäcker Müller sollen in Österreich nicht möglich sein. Die Branche stöhnt aber unter hohem Wettbewerbsdruck.

APA/DPA

Die heimischen Bächer müssen laufend in Sicherheit und Qualität investieren

Brot und Gebäck im 21. Jahrhundert

Die Brot-und Gebäckkultur hat in Österreich in den vergangenen Jahren einen starken Aufstieg erfahren und hat laut Bäckerinnung den "Schritt ins 21. Jahrhundert" geschafft. Das drückt sich vor allem in der Vielfalt des Sortiments aus. Themen wie der Gesundheitstrend, Bio oder Vollkorn stehen schon länger auf der Agenda. Die Branche widmet sich inzwischen neuen Trends wie Kombinationen mit älteren Getreidesorten oder älteren Technologien, die modernisiert und dadurch weiter verbessert werden. Im Fokus steht derzeit auch die Reduktion von Salz.

Ein besonderer Trend bei kleineren Betrieben ist die Spezialisierung auf Regionalität, um sich vom Mitbewerber abzuheben. Auch das Snack-Angebot wird ein immer wichtigeres Standbein. Die Anzahl der Beschäftigten liegt bei rund 21.500, im Schnitt werden pro Unternehmen rund zehn Personen beschäftigt, die Wirtschaftskammer hat rund 1700 Fachgruppenmitglieder.

Wien. Mäusekot im Mehl und Kakerlaken in den Produktionsanlagen wie bei der deutschen Großbäckerei Müller-Brot - das soll es in Österreich nicht so leicht geben, sagt Michael Blass, Obmann des Fachverbands der Lebensmittelindustrie. "Die österreichischen Lebensmittelhersteller haben ein sehr hohes Sicherheits- und Qualitätsniveau", sagt Blass. Der Österreichische Lebensmittelkodex, das strenge betriebliche Hygienemanagement und dessen externe Überprüfung sowie eine funktionierende amtliche Lebensmittelkontrolle würden "es unwahrscheinlich machen, dass so etwas wie in Deutschland passieren kann".

Zurücklehnen dürften sich Österreichs Bäcker trotzdem nicht. "Es muss laufend in Sicherheit und Qualität investiert werden, um dem Konsumenten einen Mehrwert zu bieten", meint Blass. Damit ist vor allem gemeint, Gebäck für bestimmte Ernährungssituationen zu backen, also mineralstoff-, vitaminreichere oder einfach "g'schmackigere" Produkte anzubieten. Ziel müsse es sein, das Brot und Gebäck künftig zu noch mehr Anlässen verzehrt werde.

Trotz der positiven Bestandsaufnahme ist der Bäcker-Job auch in Österreich ein hartes Brot. Die Umsätze sind laut Wirtschaftskammer Österreich in den vergangenen Jahren zwar gestiegen und liegen derzeit bei rund 1,5 Milliarden €, der Wettbewerbsdruck wird aber auch nicht geringer. "Vor allem kleine Unternehmen haben im letzten Jahr dem Druck nicht standgehalten", sagt Reinhard Kainz, Bundesinnungsgeschäftsführer der Lebensmittelgewerbe. Der Markt unterliege einem starken Konzentrationsprozess.

Die Last der Ketten

Am meisten klagt die Branche über die steigende Konkurrenz durch die Lebensmitteleinzelhandelsketten, die mit ihrem eigenen Angebot und Backshops den Bäckern das Leben schwer macht. Wer nicht zum reinen Zulieferer werden will, müsse sich gut positionieren, um überleben zu können. Innovation und Einfallsreichtum sind für kleine Betriebe die wichtigsten Zutaten. Eine Insolvenz einer der großen Ketten soll laut Branchenkennern in Österreich nicht im Raum stehen. Auch der Großbäcker Anker, der in der Vergangenheit öfter Sorgenfalten bereitet hat, soll wieder auf Kurs sein.

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2 Kommentare

Qualität ist eine Softfact den alle für sich in Anspruch nehmen

Der Lebensmittelskandal ist nur so lange unmöglich bis der Skandal eben Realität ist. Man den denke nur an den Fall mit den tödlichen Bakterien im Käse letztes Jahr. Schlamperei und mangelnde Sensibilität im Hygienebereich können auch die strengsten Gesetze nicht verhindern. Lasche Kontrollen, großzügiges Wegschauen, Schönreden und das Hoffen auf schnelles vergessen sind Spezialitäten der österreichischen Lebensmittelbranche. In vielen anderen Staaten hat man keine so hohe Meinung über die Qualität österreichischer Lebensmittel, wie es uns die heimischen Medien oft vorgaukeln.

Von Gast: csag8074 am 22.02.2012 um 12:52

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Müller-Brot kann in Österreich nicht sein?

Ich glaub auch in Deutschland sind die Hygiene Vorschriften auch nicht ohne.Und die Behauptung, in Österreich könne sowas nicht sein wie bei Müller-Brot finde ich ein wenig Blauäugig.
Nicht zufällig ist der Nachname der Besitzer von Müller-Brot und Ankerbrot: Ostendorf !!OK,OK Vater und Sohn, aber.....

Von Gast: Gast: Frischling am 21.02.2012 um 13:31

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