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Dialog-backdrop "Für Zielpunkt wird es nicht leicht"Handel. Zielpunkt müsse größere Anstrengungen als die Konkurrenz unternehmen, um zu wachsen. Experten halten eine Zerschlagung von Zielpunkt für realistisch. Wien. Die Hausaufgaben, die bei Zielpunkt in den vergangenen Jahren gemacht wurden, waren zu wenig, meint Michael Oberweger, Leiter Consulting beim Standortspezialisten Regioplan: "Die Restrukturierung muss noch schneller und konsequenter vor sich gehen." Außerdem sei dafür zusätzliches Geld von außen notwendig. Zwar hätten sich Umsatz und Filialzahl stabilisiert, doch müsse Zielpunkt noch größere Anstrengungen als Konkurrenten wie Rewe und Spar unternehmen, um wieder wachsen zu können. Da die Konkurrenz bekanntlich auch nicht schläft, sei das aus dem Cashflow kaum zu finanzieren. Investoren und zusätzliches Geld - wie von Zielpunkt-Chef Jan Satek auch geplant -seien also ein Muss. Oberweger sieht drei Zukunftsszenarien für die Lebensmittelkette: Weitermachen wie bisher -das werde aber nicht reichen. Denn: "Wieso soll eine Privatperson schaffen, was ein Konzern und ein Finanzinvestor zuvor nicht geschafft haben?" Die Kette als Ganzes zu verkaufen, hält Oberweger kaum für möglich. Für 300 Filialen in sechs Bundesländern sei kaum ein Interessent zu finden. Schließlich gebe es noch die Möglichkeit der Zerschlagung und damit den Verkauf von einzelnen Standortpaketen. Für Oberweger eine nicht unrealistische Option, die allerdings im krassen Gegensatz zu Sateks Aussagen steht. Dieser hat langfristige Pläne und will die Kette ausbauen. Starker Gegenwind Marcus Jurman, Manager Consumer Tracking beim Marktforscher GfK Austria, sieht die Situation bei Zielpunkt weniger dramatisch als vor ein paar Jahren, aber auch noch nicht in trockenen Tüchern. "Es gab zwar eine Stabilisierung, aber wir sehen noch nicht einen riesigen Umschwung." Wichtig sei es, sich auf die Rolle als Nahversorger zu konzentrieren, denn für die Konsumenten sind kurze Wege laut GfK-Erhebungen das wichtigste Kriterium. Eine Zerschlagung hält auch Jurman für realistisch. Er kann sich aber bei gelungener Restrukturierung auch ein Wachstum vorstellen. Auch er sieht starken Gegenwind seitens der etablierten Unternehmen Rewe, Spar, Hofer und Lidl: "Der Markt ist hart umkämpft, es wird für Zielpunkt nicht leicht, zu bestehen." mehr Branchen…
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