von Hans Pleininger | 07.02.2012 | 00:31
Intersport verlangt von der Industrie einen Obolus
Intersport International-CEO Franz Julen nimmt die Industrie in die Pflicht- "Wir sind nicht mehr bereit, das ganze Risiko zu tragen"
Bern. Die Wintersaison ist schlecht und die Spannen sind im Keller. Doch kein Grund zur Panik für Intersport International-CEO Franz Julen: "Wir haben überall gut gearbeitet." Nur bei Händlern, bei denen der Winter viel vom Jahresgeschäft ausmacht, treffe es Intersport mit minus 15 bis minus 25 Prozent.
Während die Umsätze der Intersport-Gruppe (aus 39 Ländern) zuletzt nur gering um zwei Prozent auf 9,9 Milliarden € zurückgegangen sind, "ist die Profitabilität dieses Jahr unter dem Vorjahr", sagt Julen. "Jetzt muss die Ware weg." Wenn nötig auch mit Preisaktionen, lässt Julen anklingen: "Intersport steht für Fachhandel und Kompetenz. Aber auch wir dürfen nicht in Schönheit sterben."
Für die Zukunft will Julen die Industrie stärker in die Pflicht nehmen: "Wir sind nicht mehr bereit, das ganze Risiko zu tragen", sagt der Intersport-Chef. "Denn die Gewinne zwischen Industrie und Einzelhandel seien nicht ausgewogen. "Daher werden wir die Einkaufspreise drücken und noch bewusster einkaufen."
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