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Dialog-backdrop Kommunalkredit/KA Finanz prüfen Umschuldung von Hellas-Bonds
Seit heute Nacht stehen die zwischen Euro-Ministern, der Regierung in Athen und dem internationalen Bankenverband ausgedealten Quoten für Banken, Fonds und Versicherungen beim Schuldennachlass für Griechenland. Ob die staatlichen Kommunalkredit-Banken (KA Finanz, Kommunalkredit Austria) mitmachen, wird noch geprüft, sagte deren Chef Alois Steinbichler. "Wir haben noch keine finale Position". Alles hänge davon ab, wie die griechische Regierung die Anleihe- und Umschuldungsbedingungen festschreibt. Auf teilnehmende Institute erwachsen aus dem Deal Abschreibungen von nunmehr 72 bis 74 Prozent. Von der Frage, ob die staatliche KA Finanz (freiwillig) an dem Griechenland-Rettungspaket mitmacht, hänge ab, "ob wir in der KA Finanz kapitalunterstützende Maßnahmen brauchen", sagte Steinbichler am Dienstag zur APA. Bei der Kommunalkredit Austria sei das kein Thema. Für den Fall, dass teure Abschreibungen geschultert werden müssen, hat der Staat wie berichtet eine neue Bundesbürgschaft über 190 Mio. Euro für die Bilanz 2011 der KA Finanz (Bad Bank der Kommunalkredit) angekündigt. Zudem wurde ein Gesellschafterzuschuss über maximal 609 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Die KA Finanz bezifferte zum Halbjahr ihr Griechenland-Obligo mit 980 Mio. Euro, ohne staatsgarantierte Papiere seien es 820 Mio. Euro. Rund 500 Mio. Euro der Summe entfielen auf Credit Default Swaps (CDS). Die Rede wäre also von etwa 330 Mio. Euro, heißt es im Institut. Die Kommunalkredit Austria hatte Mitte 2011 ein Griechen-Exposure von 220 Mio. Euro. Laut Steinbichler ist nun gut zwei Wochen Zeit, die Parameter für die Tauschangebote zu prüfen. Grundsätzlich sei die Tendenz bisher gewesen, dass die Kommunalkredit Austria eher schon mitmacht, die KA Finanz eher nicht. Entscheidend werden die drei Tage vom 8. bis 10. März. Bis zum 8. 3. müssen die Privatgläubiger bekanntgeben, ob sie mitmachen. Einer der kritischen Punkte seien "die famosen CACs", sagte Steinbichler heute zur APA. Seit letzter Woche werde ein Athen diskutiert, im Gesetz so genannte Collective Action Clauses (CAC) zu implementieren, um die Teilnahme zu am Anleihetausch zu beflügeln. Mit solchen Umschuldungsklauseln könnten dann auch jene, die beim freiwilligen Forderungsverzicht nicht mittun, einseitig zum Schuldenverzicht herangezogen werden. "Das muss man da abwarten. Dort wird es dann interessant", formulierte es Steinbichler. Eine solche Aktion würde dann wohl auch den Ausschlag für Urteile über die "Freiwilligkeit" des Schuldenverzichts geben. Ob dies dann als Default gewertet würde, hänge von diesen CACs ab. Im Fall eines Default (Zahlungsunfähigkeit) würden die Credit Default Swaps (CDS) schlagend. Mit der Einigung heute Nacht wurde ein "credit event" in Griechenland abgewehrt, heißt es allerdings heute in der Politik. Der heutigen Brüsseler Einigung zufolge sollen Banken, Versicherungen, Fonds und private Anleger auf mehr als die Hälfte ihrer rund 200 Mrd. Euro an griechischen Staatsbonds verzichten. Und so liefe der Schuldenschnitt: Für 100 Euro an alten Griechen-Bonds erhalten die "Privaten" 31,5 Prozent neue griechische Staatsanleihen mit Laufzeiten zwischen 2023 und 2043 und Kupons zwischen 2 bis 4,3 Prozent, über die Laufzeit ansteigend. Für 15 Prozent erhielten sie sichere EFSF-Anleihen mit voraussichtlich 2-jähriger Laufzeit. Macht zusammen 46,5 Prozent Austauschquote, also Umschuldung auf niedriger verzinste Papiere. Die restlichen 53,5 Prozent sind Forderungsverzicht. Wegen Zinsverlusten belaufen sich die Forderungsverzichte aber mittlerweile auf insgesamt bis zu 74 Prozent. Teil des Deals ist auch noch ein Besserungsschein. Demnach könnte den privaten Gläubigern, abhängig von positiven Wachstumseffekten in Griechenland, eine Zusatzverzinsung winken. (APA) mehr Branchen…
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