Im sechsten Anlauf hat es mit einer Kollektivvertragseinigung bei den Privat- und Ordensspitälern geklappt. Die rund 15.000 Beschäftigen erhalten eine Lohnerhöhung von durchschnittlich 3,4 Prozent. Personen mit niedrigen Bezügen können auf mehr als 3,7 Prozent Plus kommen, teilte der Chefverhandler der Gewerkschaft Willibald Steinkellner mit.
Konkret wird der Grundlohn um 2,56 Prozent erhöht und zusätzlich um einen Pauschalbetrag von 15 Euro angehoben. Die Zulagen steigen um 3,05 Prozent. Das von den Beschäftigten für die Verpflegung zu bezahlende Essensgeld wird heuer nicht erhöht. Der Kollektivvertrag tritt rückwirkend mit 1. Februar 2012 in Kraft und gilt für ein Jahr.
Die Gewerkschaft sprach in einer Aussednung von einem "akzeptablen" Abschluss. Wichtig sei gewesen, ein Ergebnis über jenem des öffentlichen Dienstes zu erreichen, um eine schrittweise Anhebung der Einkommen in den Privat- und Ordensspitälern auf das Gehaltsniveau in den öffentlichen Spitälern zu erreichen.
Die heurige Gehaltsrunde war besonders umstritten. Die zuständigen Gewerkschaften rund um die vida hatten einen Aktionstag veranstaltet und auch eine Umfrage über Kampfmaßnahmen gestartet, deren Ergebnisse jedoch geheimgehalten worden waren. Zuletzt hatte sich aber eine Einigung bereits abgezeichnet. Gegenüber dem bis dahin letzten Angebot der Dienstgeber wurde im Wesentlichen gestern nur noch der Sockelbetrag angehoben.
Kommentare… Kommentar hinzufügen…