
|
Dialog-backdrop Närrisches Treiben auf stabilem NiveauHandel. Die Branche rechnet mit Umsätzen auf Vorjahresniveau. Da es aber immer mehr Veranstaltungen gibt, verteilen sich die Umsätze breiter. Wien. "Wir sehen bei traditionellen Events wie dem Fasching eine Stagnation, dafür haben weniger traditionelle wie Halloween ziemliche Zuwächse", sagt Roman Seeliger, stellvertretender Geschäftsführer der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer (WKÖ). Seeliger erwartet heuer im Faschings geschäft Umsätze auf Vorjahresniveau. Im Jahr 2010 wurden 36,5 Millionen € erwirtschaftet, 2011 waren es laut Seeliger "ungefähr genauso viel". Da es über das Jahr immer mehr Veranstaltungen gibt, verteilen sich auch die Umsätze breiter. Am Ende werde aber "ein kleines Plus" herausschauen, glaubt Seeliger. "Der Handel hat sich seit dem ersten Erscheinen der Krise 2008 als stabile Größe erwiesen", sagt er. Das derzeit niedrige Zinsniveau rege außerdem nicht zum Sparen an, Konsumenten seien durchaus bereit, Geld auszugeben. Frau Christine, Mitarbeiterin bei Faschingsprinz, einem Einzelhändler in Wien, bestätigt das: "Wir haben jedes Jahr ein Plus und merken nicht, dass die Leute sparen." Im Schnitt kostet ein Faschingskostüm 30 €.Gefragt seien heuer Verkleidungen im Stile der 70er-Jahre wie Glockenhosen oder Blumenshirts. Kleiderverleiher Theodor Rottenberg spricht von ungebrochen "hoher Nachfrage": "Meine Kunden wissen nicht einmal, wie man das Wort Krise schreibt." Ihm käme die immer länger werdende Ballsaison zugute: "Das zeigt, dass die Menschen feiern wollen." Auffällig sei, dass heuer mehr gekauft als ausgeborgt werde. Neben Verkleidungen sind in der närrischen Zeit vor allem Dekorationsartikel und Süßigkeiten gefragt, allen voran der Faschingskrapfen. Rund 100 Millionen Krapfen werden durchschnittlich in Österreich jährlich gegessen. Fasching als Hype Der Hagenbrunner Betrieb Kuchen Peter ist der größte Krapfenbäcker des Landes. Für Geschäftsführer Peter Györgyfalvay ist die Faschingszeit der "absolute Umsatzhype". Da sie heuer kürzer ausfällt, fährt der Betrieb Sonderschichten. Hohe Zuckerpreise haben die Kosten für Marmelade verteuert, auch Backmischungen seien teurer geworden. Györgyfalvay hat die Preise um drei bis vier Prozent angehoben. Ausreichend sei das nicht, aber: "Der Markt verträgt nicht, dass wir noch teurer werden, und die Konsumenten auch nicht." Er sei nicht sicher, ob er die Krise zu spüren bekomme: "Bei hochwertigen Produkten merken wir sie bereits, beim Krapfenabsatz noch nicht." Kuchen Peter macht mit 340 Mitarbeitern rund 40 Millionen € Umsatz im Jahr. Männer sind bei Faschingsausgaben übrigens spendabler als Frauen: Sie geben im Schnitt 56 € aus, Frauen 40 €, hat eine aktuelle Makam-Umfrage ergeben. mehr Branchen…
|
Branchen: Meistgelesen
Rewe Österreich bekommt neuen VorstandDer Dreier-Vorstand der österreichischen Rewe International AG wird um Controler... KeywordsGefundene OrteGefundene Personenwirtschaftsblatt.at Service-Tools
|
Kommentare… Kommentar hinzufügen…