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Nationalstiftung muss Ausgaben für Forschung stark kürzen

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14.02.2012 | 14:12

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Nationalstiftung muss Ausgaben für Forschung stark kürzen

Die Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung wird heuer 45,1 Millionen Euro für Förderagenturen und Forschungseinrichtungen zur Verfügung stellen. Das gab der Stiftungsrat nach seiner Sitzung am Dienstag bekannt. In den Jahren 2010 und 2011 hat die Stiftung jeweils rund 75 Millionen Euro ausgeschüttet. Das deutliche Minus begründete man seitens der Stiftung mit der Entwicklung auf den Kapitalmärkten.

Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) ist in seiner Empfehlung über die Verteilung der Mittel noch von einer aus September des Vorjahres stammenden Prognose von einer Ausschüttung in Höhe von 55 Millionen Euro ausgegangen. Dieser Empfehlung sei man grundsätzlich gefolgt, heißt es seitens der Stiftung. Definitiv könnten derzeit aber nur 45,1 Millionen Euro vergeben werden, "zur Bedeckung der Differenz werden weitere Anstrengungen unternommen".

Von den 45,1 Millionen gehen 16,5 Millionen Euro (2011: 27,5 Millionen Euro) an die Forschungsförderungsgesellschaft FFG, zwölf Millionen Euro (2011: 19,4) an den Wissenschaftsfonds FWF, acht Millionen  Euro (2011: 13,8) an die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), 4,1 Millionen  Euro (2011: 4,8) an die Ludwig Boltzmann-Gesellschaft (LBG) und 4,5 Millionen Euro (4,5) an die Christian Doppler-Forschungsgesellschaft (CDG). Die Austria Wirtschaftsservice (aws), die im Vorjahr fünf Millionen Euro für eine Venture Capital-Initiative aus der Stiftung erhalten hat, geht vorerst leer aus.

Die Nationalstiftung war 2003 gegründet worden, um insbesondere "langfristig verwertbare interdisziplinäre Forschungsmaßnahmen" zu fördern. Dafür sollten nach dem Willen der damaligen Regierung jährlich 125 Millionen Euro ausgeschüttet werden, wobei 75 Millionen Euro von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und 50 Millionen Euro aus dem ERP-Fonds kommen sollten - und zwar aus Zinserträgen der beiden Einrichtungen. Diese Summen wurden in den ersten Jahren auch tatsächlich erreicht, doch seit 2007 hat die Zinsentwicklung diesen Vorgaben einen Strich durch die Rechnung gemacht. 2009 wurde mit knapp 37 Millionen Euro der Tiefststand der Zuwendungen erreicht.

Im FWF sprach Geschäftsführerin Dorothea Sturn aus Anfrage der APA von einem "Valentinstags-Geschenk". Man sei von der Dotation positiv überrascht angesichts der Signale in den vergangenen Wochen und Monaten. In der Szene war ein völliger Einbruch der Ausschüttungen befürchtet worden. In der FFG bedauert man zwar, dass das Volumen der verfügbaren Mittel der Nationalstiftung deutlich geringer sei als in den ersten Jahren, begrüßt aber die heutige Entscheidung. "Diese Mittel sind notwendig, um wichtige Förderungen weiterführen zu können, die besonders positive Struktureffekte haben", so die Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner gegenüber der APA.

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