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Österreichisches Konsortium plant Raumentwicklung des Oman mit

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01.02.2012 | 13:33

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Österreichisches Konsortium plant Raumentwicklung des Oman mit

Projekt. Der Oman in 30 Jahren. In diesen Dimensionen muss gedacht werden. Ein Team unter der Führung der TU Wien wurde mit der Raumplanung beauftragt.

Ein österreichisches Konsortium wird in den nächsten drei Jahren den "Nationalen Raumentwicklungsplan" für das im Osten der arabischen Halbinsel liegende Sultanat Oman erstellen. Dabei geht es um ein umfassendes Konzept der Siedlungs- und Raumstruktur, der Planung künftiger Wirtschafts- und Produktionsstandorte sowie der Verkehrsplanung. Zusätzlich wird das Konzept Überlegungen zum Bildungs- und Gesundheitsbereich und zum Tourismus beinhalten. Für das wissenschaftliche Management des Zehn-Millionen-Euro-Projekts ist die Technische Universität (TU) Wien verantwortlich, hieß es heute, Mittwoch, in einer Aussendung der Uni.

Der Oman hat aufgrund der Einnahmen durch die Ölförderung in den vergangenen 40 Jahren einen großen wirtschaftlichen Aufholprozess durchlaufen. Das vormals agrarisch ausgerichtete Wirtschaftssystem hat sich stark gewandelt. Der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt ist entsprechend rückläufig. Bei so schnell ablaufenden strukturellen Veränderungen könne der Überblick verloren gehen, so Klaus Semsroth, Dekan der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien in der Aussendung. Die Regierung des Oman habe erkannt, dass es für den zukünftigen Ausbau des Landes klar definierte Strategien brauche.

Die TU hat sich in Kooperation mit den österreichischen Firmen Prisma Solutions, dem Central European Institute of Technology (CEIT), der Firma freiland CE und IBV Fallast bei einer internationalen Ausschreibung um das Projekt beworben. Gemeinsam mit dem omanischen Partnerunternehmen Consatt wurde man mit der Erstellung des Konzepts betraut. "Der Oman wollte anscheinend eine Universität beauftragen", so Andreas Dillinger von der TU Wien im Gespräch mit der APA. Für den Experten passt diese Aufgabenstellung auch eher in den universitären Sektor, als in den Bereich von "internationalen Consultants".

Im Oktober 2011 begann man nach einer langen Vorlaufzeit intensiv im Oman zu arbeiten. Man habe jetzt mehr als drei Jahre Zeit, sich mit den Hintergründen zu beschäftigen und den Fahrplan immer wieder mit den Partnern im Oman abzustimmen. Im ersten Schritt gehe es darum, den Status-quo zu erheben. Dann werde man "gemeinsam mit den omanischen Behörden Ideen erarbeiten, wie sich das Land in Zukunft entwickeln könnte".

Bei der Entwicklung der Strategie konzentrieren sich die Wissenschafter auf verschiedene "Maßstabebenen". Verglichen mit Österreich würde man die Analyse von der Gesamtansicht des Landes, über die Bundesländer und die Ebene der regionalen Zentren bis auf Gemeindeebene hinunterbrechen. "Auf all diesen Ebenen werden Aussagen getroffen, wie sich diese Gebiete mit unterschiedlichem Zeithorizont entwickeln können oder sollten", so Dillinger. Die Umsetzung dessen würde dann mit den zuständigen Entscheidungsträgern detailliert besprochen. Der Zeithorizont der Raumentwicklungsstrategien wird sich über die nächsten 30 Jahre erstrecken.

Momentan gehe es für die Experten darum, die für die Analyse benötigten Daten zu sammeln und in eine eigene Datenbank zu überführen. "Wir wühlen in Datenbanken, Bibliotheken, Studien und Reports", so Dillinger, der betont, dass es im Oman sehr viel an Informationen gibt, eine "Gesamtsicht der Dinge " bisher aber noch fehle. Im Bereich der Wirtschaft gebe es beispielsweise schon sehr konkrete Vorstellungen. Mit der Landwirtschaft oder der Industrie seien diese Konzepte bisher aber noch nicht hinreichend abgestimmt.

Im Zuge des Projekts arbeitet die TU auch mit omanischen Universitäten "sehr eng zusammen". Vor Ort möchte man ein universitäres Curriculum für Raumplanung implementieren. Das Konsortium wird auch von einer Gruppe internationaler Experten unterstützt. "Da sitzen die Koryphäen der Raumplanung in Europa und Amerika drinnen", so Dillinger, der auch großes Interesse in der wissenschaftlichen Gemeinde für das Projekt ortet. "Das wird mit großer Spannung mitverfolgt", so der Wissenschafter.

(APA)

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