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Dialog-backdrop Österreichs Tourismus gehen die Deutschen abhandenTourismus. Zahl der deutschen Touristen in Österreich geht zurück. Auch österreichische Geringverdiener bleiben immer öfter Zuhause. FactsUrlaubsziele 2012Ein Viertel der Österreicher will heuer im Inland Urlaub machen, knapp 14 Prozent zieht es nach Italien und neun Prozent nach Kroatien. Fernreisen stehen bei elf Prozent auf dem Programm. Die Österreicher bleiben Griechenland treu: 6,1 Prozent planen einen Hellas-Trip, 2011 waren es 6,5 Prozent. Das Reisen ist vor allem der Städter Lust. 2011 gingen 62 Prozent der Stadtbewohner auf Urlaub, bei der Landbevölkerung waren es 39 Prozent.
Wien. Die TV-Serie "Die Piefke-Saga" könnte eines Tages einen ungeahnten historischen Aspekt bekommen - nämlich zu zeigen, wie es war, als die Deutschen noch in Österreich Urlaub machten. Denn die Zahlen sind für die heimische Tourismusbranche alarmierend. Kamen 2010 noch für 4,4 Prozent der Deutschen - nach wie vor die wichtigste Gruppe für die Tourismusbranche - ein Urlaub in Österreich infrage, so waren es 2011 nur noch 3,8 Prozent. Heuer planen laut Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung für Zukunftsfragen, derzeit nur 2,2 Prozent einen längeren Aufenthalt in Österreich. Da 30 Prozent noch unentschieden sind, könnte diese Zahl noch auf drei Prozent steigen. "Der Anteil geht insgesamt deutlich zurück, wird aber nicht unter 2,5 Prozent sinken", glaubt Reinhardt. Denn da sei der Boden erreicht, hier handle es sich um Stammkunden. Bei den genannten Zahlen dreht es sich allerdings um Haupturlaube, die mindestens fünf Tage dauern müssen. Für kürzere Urlaube lassen sich die Deutschen nach wie vor blicken, doch das heißt: "Österreich wird immer mehr zum Nebenurlaubsland", wie Reinhardt sagt. Sein Tipp: "Österreich soll sich mehr auf den Zweiturlaub der Deutschen konzentrieren". Ein Plus für Österreich: Vor allem bei älteren Touristen ist die Alpenrepublik beliebt, und das ist bekanntlich eine wachsende Gruppe. Daneben kann Österreich auch bei kinderlosen Paaren punkten, immer weniger jedoch bei jungen Menschen und bei Familien. Diese seien hungrig nach Sonne und Strand. Auch bei den österreichischen Touristen gibt es markante Veränderungen. "Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist 2011 auch in den Urlaubskassen angekommen", sagt Reinhold Popp, wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für Zukunftsstudien an der Fachhochschule Salzburg. Der Anteil der Österreicher, die 2011 einen Urlaub machten, sank von 48 auf 46 Prozent. Schere geht weiter auf Besonders stark waren die Rückgänge bei den Geringverdienenden mit einem monatlichen Einkommen unter 1500 €. 2010 leisteten sich 34 Prozent einen Urlaub, 2011 waren es nur noch 23 Prozent. Die Besserverdienenden mit einem Haushaltseinkommen über 3600 € legten dagegen um zwei Prozent auf 63 Prozent zu. Während die Urlaubsdauer von 11,1 auf 10,7 Tage sank, stieg das Urlaubsbudget von 988 € auf 1148 €.Das beliebteste Urlaubsland der Österreicher ist Österreich, vor Italien und Kroatien. Mit der Ausnahme der Niederlande macht übrigens jede Nation am liebsten im eigenen Land Urlaub. mehr Branchen…
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