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Orange-Eigentümern droht ein Kapitalnachschuss

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von Christian Kreuzer, Thomas Jäkle | 22.02.2012 | 00:31

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Orange-Eigentümern droht ein Kapitalnachschuss

Mobilfunk-Deal. Die "Alteigentümer" von Orange Austria sind wegen des noch ausstehenden Closings noch im Obligo.

WB/Peroutka

Die Zeit tickt: Orange könnte neues Geld brauchen

Wien. Der noch nicht abgeschlossene Deal zwischen Hutchison 3G ("3") und Orange Austria macht den internationalen Kreditmarkt nervös. Nach der Vertragsunterzeichnung am 3. Februar zogen die Kurse der Finanzierungsstruktur der "Alteigentümer" von Orange Austria (France Télécom und Mid Europa Partners) - kurzfristig an. Da das Signing auf sich warten lässt, ist der Kredit, der international gehandelt wird, wieder um zehn Prozent abgerutscht.

Das enge Zeitkorsett könnte für die beiden Ex-Orange Eigentümer Mid Europa (65 Prozent) und France Télécom (35 Prozent) bis zum Closing des Deals zum Problem werden. Denn Ende März kommt es zu einem entscheidenden Stichtag. Ist der Verkauf sowohl von Orange an "3" sowie von der Billigtochter Yesss an A1 bis dahin nicht durch, müssen die Noch-Eigentümer aller Voraussicht Eigenkapital nachschießen. "Das könnte eine zweistelliger Millionenbetrag sein", sagt ein Insider. Telekom-Experten gehen davon aus, dass der Deal frühestens Mitte des Jahres, wenn nicht erst im Spätherbst mit dem Closing finalisiert werden könnte.

Bei der EU-Kommission haben die Vertragsparteien bereits erste Gespräche geführt. Die schriftliche Anmeldung liegt noch nicht vor. Ebenso werden mit der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) in Wien "Pränotifikationsgespräche" zum Inhalt der Deals geführt. "Eine offizielle Anmeldung ist noch nicht erfolgt", sagt BWB-Sprecher Stefan Keznickl im Gespräch mit dem WirtschaftsBlatt.

Erste Bedenken

"Wir werden den Deal genau prüfen müssen", meint Keznickl. "Wir sehen schon, dass der Verkauf in der beabsichtigen Form so nicht durchgehen wird." Telekom-Regulator Georg Serentschy, der ebenso zur Beurteilung herangezogen wurde, meinte, dass man mit "Skepsis an die Sache geht, weil der Deal eine deutliche Reduktion der Wettbewerbsfähigkeit bedeutet".

Um allfällige Wettbewerbsnachteile zu vermeiden, könnte A1 vom heimischen Regulator noch zur Abgabe von Frequenzen und Standorten an T-Mobile Austria verpflichtet werden.

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2 Kommentare

"Das könnte eine zweistellige Summe sein"...

... die max. € 99 werden sich Mid Europa und France Télécom vermutlich noch leisten können.

Von Gast: Gast: Schlhmpf am 22.02.2012 um 15:52

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Re: zweistellige Summe in Mio

@ Schlhmpf: Die verwechselst zweistellige Summe mit "zweistelliger Millionenbetrag" im Text ;-))
es werden also etwas mehr als 99€ sein.

Von Gast: Gast: Besserwisser am 28.03.2012 um 20:27

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