Ostgeschäfte einmal anders: Weil die Einspeisetarife etwa in der Ukraine deutlich über dem österreichischen Niveau liegen, zieht es Investoren in das Land.
In der Ukraine wird insgesamt eine Milliarde € investiert
Facts
Der Einspeisetrarif macht’s aus
Das Geschäft mit Solarenergie steht und fällt mit staatlichen Subventionen. Ohne die offiziellen Geldspritzen würde sich Stromerzeugung aus Sonnenenergie nicht rechnen. Investoren suchen ihre Ziele naturgemäß nach den höchsten Einspeisetarifen aus. Die Ukraine ist dabei ein gutes Pflaster. Trotz politischer Turbulenzen wird seit Jahren einer der höchsten Tarife in Europa gezahlt. 42 Cent sind es je Kilowattstunde. Eine Garantie für die staatlichen Stützungen gibt es immerhin bis 2029. Im Vergleich dazu liegt die Stützung in Österreich bei knapp mehr als 30 Cent. Kein Wunder, wenn Mega-Investoren wie Activ Solar finden: „Österreich ist für uns nicht besonders attraktiv.“ Der Preis am freien Markt liegt übrigens bei sieben bis acht Cent.
Eine Gruppe institutioneller Investoren und heimischer Industriellenfamilien steckt viel Geld in ein Solarprojekt in der Ukraine. „Das Investitionsvolumen, das Activ Solar in der Ukraine plant, liegt bei rund einer Milliarde €“, sagt CEO Kaveh Ertefai. Dass es sich dabei nicht um eine Luftnummer handelt, soll mit Dingen wie dem im Jahr 2008 übernommenen Halbleiterwerk OJSC im ukrainischen Zaporozhye bewiesen werden. „Die Fabrik hat eine lange Geschichte, existi...
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