
|
Dialog-backdrop Privatkunden stürzen sich auf Stihl-MotorsägenWachstum. Der Motorsägenhersteller Stihl verzeichnet konstant hohe Wachstumsraten. Die Treiber sind Privatkunden und Innovationen.
Stihl-Geschäftsführer Alexander Hembach freut sich über den steigenden Ölpreis: "Dann wird mehr Holz geschnitten." Zahl2,6 Milliarden €Das schwäbische Familienunternehmen Stihl erzielte 2011 mit rund 12.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden €. Das durchschnittliche Wachstum in den vergangenen Jahren lag im höheren einstelligen Prozentbereich. Stihl ist in 32 Ländern mit eigenen Niederlassungen vertreten, in 160 Ländern sind die Produkte erhältlich. In Österreich wurde 1967 die erste Auslandstochter gegründet.
Wien. Wenn schon, denn schon: In Österreichs Gartenhäuschen und Garagen liegen immer mehr Profi-Motorsägen, auch wenn diese von den Besitzern gar nicht so oft verwendet werden. "Der Anteil von Privatkunden steigt, früher hatten wir hauptsächlich Gewerbekunden", sagt Stihl-Geschäftsführer Alexander Hembach. Irgendwann habe sich die Motorsäge in das Standardequipment der Heimwerker geschlichen. Handelte es sich früher meist um Billigangebote, so muss heute schon ein Profigerät her. "Die Privatkunden machen bei uns mittlerweile rund 50 Prozent aus", sagt Hembach. Trotz Wirtschaftskrise gebe der Österreicher mehr für den Garten aus und investiere in Qualität. Stihl hat das in den vergangenen fünf Jahren ein durchschnittliches Umsatzwachstum von sieben bis acht Prozent gebracht, 2011 stiegen die Erlöse um neun Prozent auf rund 30 Millionen €. Ein weiterer Umsatztreiber bei der Österreich-Tochter des schwäbischen Familienunternehmens sind die Innovationen am Gartengerätemarkt, wie Rasenroboter oder Blasgeräte und Saughäcksler. Vor allem Letztere sind laut Hembach ein Wachstumsmarkt. Nach Motorsägen haben derzeit aber Benzintrimmer und Heckenscheren noch den größten Umsatzanteil. Die Stihl-Motorsägen gibt es ausschließlich im Fachhandel. "Da wir Motorsägen auch als gefährliches Produkt sehen, setzen wir auf verlässliche Beratung, Einschulung und Service", sagt Hembach. Und das sei nur im Fachhandel gewährleistet. Österreich-Ausbau Derzeit ist Hembach damit beschäftigt, die Österreich-Zentrale von Perchtoldsdorf nach Vösendorf zu verlegen. In den Neubau werden 14 Millionen €investiert, 40 Mitarbeiter sind in den Bereichen Verwaltung, Logistik und Schulung tätig. Im Dezember soll der Umzug über die Bühne gehen. In Langkampfen betreibt Stihl das Viking-Produktionswerk, in das derzeit ebenfalls knapp 14 Millionen€ investiert werden. An diesem Standort wurden 2011 mit knapp 300 Mitarbeitern mehr als 100 Millionen €umgesetzt. Die Branche insgesamt wächst laut Hembach zwar nicht so kräftig wie Stihl -2011 soll diese stabil geblieben sein -, dennoch gehe es auch dem Mitbewerb gut. "Das Thema Garten wird für den Österreicher immer wichtiger." Insgesamt werden in Österreich mit Motorsägen rund 19 Millionen €umgesetzt, Stihl kommt umsatzbezogen auf einen Marktanteil von 50 Prozent, der nächstgrößte Mitbewerber, Husqvarna, laut Hembach auf rund 30 Prozent. Der Stihl-Chef ist einer der wenigen, die sich über einen hohen Ölpreis freuen: "Dann wird mehr Holz geschnitten und wir setzen mehr Motorsägen ab."
mehr Branchen…
|
Branchen: Meistgelesen
Rewe Österreich bekommt neuen VorstandDer Dreier-Vorstand der österreichischen Rewe International AG wird um Controler... KeywordsGefundene OrteGefundene Personenwirtschaftsblatt.at Service-Tools
|
Kommentare… Kommentar hinzufügen…