von APA/jai | 08.02.2012 | 12:40
Schlecker-Österreich bleibt eigenständig
Insolvenz. Die Österreich-Tochter ist laut Lars Schlecker definitiv nicht vom deutschen Insolvenzverfahren betroffen.
miteigentümer Lars Schlecker glaubt an den Standort Österreich
Unter enormem Medienandrang haben das Österreich-Management sowie der Sohn der insolventen deutschen Drogeriekette Schlecker, Lars Schlecker, heute in Wien die Lage für Schlecker-Österreich erklärt. "Österreich ist und bleibt eigenständig und erfolgreich", sagt Lars Schlecker. Die Österreich-Tochter sei "definitiv nicht vom deutschen Insolvenzverfahren betroffen", betonte Schlecker-COO Thorsten Rusch.
Positives Österreich-Ergebnis
Schlecker-Österreich sei "sehr gut unterwegs", 2011 sei ein "eindeutig siebenstelliges positives Betriebsergebnis" erzielt worden. Auch die Länder, die an Österreich hängen - das sind Luxemburg, Belgien, Polen und Italien - erwirtschaften positive Beiträge, so Rusch.
Strategie in Österreich früher geändert
Österreichweit hat Schlecker 930 Filialen, davon soll noch nicht genannte höhere zweistellige Anzahl an Geschäften geschlossen werden. Gleichzeitig sollen neue Filiaen an besseren Standorten eröffnet werden. Insgesamt beschäftigt Schlecker 3000 Mitarbeiter in Österreich - Personalabbau ist nicht vorgesehen. Warum das Geschäftsmodell in Österreich besser funktioniert, wird vom Management damit begründet, dass man hierzulande früher die Strategie geändert habe. In Österreich hat man sich frühzeitig auf die Zielgruppe "junge Mütter" fokussiert.
Anton Schlecker dankt ab
Auch das Ende einer Ära wurde angekündigt: Im Spätsommer 2012 soll sich Eigentümer Anton Schlecker entgültig zurückziehen. Die Kinder des Firmengründers sollen dann die Drogeriekette übernehmen. Sie wollen mit einem neuen Ladenkonzept durchstarten, das erstmalig in der Johnstraße in Wien erbrobt werden soll. Das Unternehmen erhofft sich dadurch ein Umsatzplus von bis zu 40 Prozent.
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