Schlecker Österreich steht nicht zur Disposition
Insolvenz. Der Österreich-Ableger der insolventen Drogeriemarktkette soll unverändert weiterbestehen.
Wien. "Schlecker Österreich steht nicht zur Disposition." Diese knappe Schlecker-Erklärung stellt klar, dass die österreichische Anton Schlecker Gesellschaft m.b.H. von der Insolvenz nicht betroffen ist und als Auslandsgeschäft eigenständig und rentabel ist.
Durch eine schnelle Einigung mit den wichtigsten Lieferanten ist die Warenversorgung in Österreich laut Aussendung auch weiterhin sichergestellt. Der Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter. Auch von nennenswerten Schließungen von Filialen oder betriebsbedingten Kündigungen ist in Österreich ebenfalls nicht auszugehen. Die österreichischen Aktivitäten werden in ihrer Eigenständigkeit weiter geführt und nicht in das deutsche Verfahren einbezogen.
Das deutsche Drogeriehandelsunternehmen Schlecker hatte in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet. Die in Deutschland notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen von Schlecker, so die Aussendung des Unternehmens, konnten im zeitlich gesetzten Rahmen nicht weiter umgesetzt werden. Zudem konnte offenbar eine geplante Zwischenfinanzierung nicht realisiert werden.
Restrukturierung angestrebt
Die weitere Restrukturierung wird nun im Rahmen eines Insolvenzverfahrens fortgesetzt. Schlecker strebt dabei nach eigenen Aussagen ein Insolvenzplanverfahren und den Erhalt der Gesellschaft als Ganzes an.
Derzeit können die Geschäfte nach einer Einigung mit wesentlichen Lieferanten uneingeschränkte fortgeführt werden.
Die österreichische Anton Schlecker Gesellschaft m.b.H. ist eine eigenständige Gesellschaft und von dem in Deutschland stattfindenden Verfahren aktuell nicht betroffen.
(ekh)
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