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Dialog-backdrop Telekom-Regulierer zieht Kostenbremse bei Mobilen DatendienstenPreisobergrenze. Ab 1. Mai dürfen Österreichs Mobilfunker maximal 60 € pro Abrechnung für Datendienste in Österreich verrechnen. Beim Datenroaming, also der Nutzung von Datendiensten im Ausland, gilt ebenso ein Schwellenwert von 60 €. Wien. Die Zeit der „Horrorrechnungen" von bis zu vierstelligen Rechnungsbeträgen für die Nutzung von Datendiensten via Handy oder Laptop soll spätestens am 1. Mai 2011 passé sein. "Bei 60 € pro Abrechnungsperiode ist dann Schluss", sagt Georg Serentschy, Geschäftsführer der Telekom-Regulierungsbehörde RTR am Freitag. Was nach Überschreiten der Datenlimits geschieht, obliegt den Netzbetreibern. Sie können dem Kunden die Leitung sperren, drosseln, dem Kunden zusätzliche Pakete anbieten. Grund für die rigide Preisfestsetzung sei der massive Anstieg von Schlichtungsfällen. Rund 2500 Fälle hatte Österreichs Telekom-Regulierungsbehörde 2011 zu bearbeiten. Dabei ging es um einen durchschnittlichen Streitwert von 650 €. Die Mehrzahl der Streitfälle liegt laut Serentschy zwischen „150 und 600 €". Einige Ausreißer mit Rechnungsbeträgen im mittleren vierstelligen Bereich hätten zu dem Durchschnittswert von 650 € pro Abrechnungszeitraum geführt. Problem: Realtime-Erfassung Die Mobilfunkanbieter müssen bis zum 1. Mai die ab kommender Woche gültige Verordnung umsetzen. Problemtisch ist für die Betreiber die Realtime-Abrechnung. Wenn ein Nutzer gerade Filme oder Musik aus dem Internet lädt, ist es für die Netzbetreiber schwierig bis unmöglich festzustellen, wie viele Daten der Nutzer gerade verbraucht. Eine Unterbrechung ist dabei die beste Möglichkeit, um eine zeitnahe Berechnung des Datenverbrauchs durchzuführen. "Eine Realtime-Abrechung gibt es noch bei keinem Betreiber", sagt Serentschy. Der Netzbetreiber fällt aber künftig um den Betrag um, der bisher für den Datenverbrauch über dem Datenlimit verrechnet wurde. Bisher hat jedes Megabyte über dem vertraglich vereinbarten Datenvolumen ein Mehrfaches von dem gekostet, was vertraglich vereinbart wurde. So kam es bisher auch zu den "Horrorrechnungen", weil der Kunde auch nicht wirklich einschätzen könne, wie viel ein Megabyte ist. Datengrenze bei Roaming bleibt Nicht inkludiert in der Regelung ist das Datenroaming bei der Nutzung von Datendiensten im Ausland. Ein Datenlimit stoppt ebenso bei einem Betrag von 60 € die Nutzung. Verbraucht der Kunde mehr als im Vertrag verinbart, bekommt er vor Erreichen des Datenlimits eine Kurzmitteilung (SMS), die ihm den Datenverbrauch anzeigt. Will der Kunde dennoch das mobile Internetdienste im Ausland nutzen, kann er dies mit ausdrücklicher Zustimmung tun und muss mit den entsprechenden Höherbelastungen rechnen. Tipp: Nutzer können mit echten Flatrate-Tarifen, die vom Verbrauch unabhängig sind und bei denen keine Obergrenzen festgelegt sind, die Datenfalle vermeiden. Und: Vorsicht bei der Zustimmung von Datendiensten im Ausland - die noch immer eine Mehrfaches als im Inland kosten.
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