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Dialog-backdrop Textilhandel: Otto will MarktführerschaftHandel. Während in Österreich neue Produkte und ein moderner Internetauftritt mehr Umsatz bringen sollen, hat die Otto Gruppe weltweit neue Märkte im Auge.
Otto Österreich-Chef Harald Gutschi will den Onlinehandel ausbauen. Er investiert in einen modernen Auftritt im Netz Zahl70 MillionenOtto Österreich schickt jährlich 70 Millionen Kataloge aus, nimmt acht Millionen Bestellanrufe entgegen und beliefert 2,2 Millionen Haushalte regelmäßig. 850 Mitarbeiter versenden jährlich acht Millionen Pakete. Österreichs größter Distanzhändler macht 75 Prozent seines Umsatzes online.
Wien. Die Versandhandelsgruppe Otto Österreich feiert ihren zwanzigsten Geburtstag und lässt mit ehrgeizigen Plänen für die kommenden Jahre aufhorchen. "Der aktuelle Plan für 2012 ist ein Otto-Online-Wachstum von 13 Prozent", sagt Harald Gutschi, Geschäftsführer der Otto-Österreich-Tochter Unito, zu der auch die Versandhandelsmarken Universal, Otto und Quelle gehören. In den nächsten eineinhalb Jahren will er das Angebot im Internet von derzeit einer Million auf 1,5 Millionen Produkte steigern. Zum Ausbau des Sortiments gehört auch die neue Trachtenmodenlinie, die ab Mitte März verkauft werden soll. Bereits 2013 will Gutschi der größte heimische Trachtenhändler sein. Handyshopping Weiter ausbauen will Otto Österreich die Bestellungen über Smartphones. Der Anteil von derzeit fünf Prozent soll in den kommenden zwei bis drei Jahren auf 15 Prozent wachsen. In Werbung und einen modernen Internetauftritt mit Videos und 3-D-Fotos investiert die Gruppe heuer zehn Millionen €. Langfristig hat es sich Gutschi zum Ziel gesetzt, Österreichs größter Textilhändler zu werden. In den kommenden zehn bis zwanzig Jahren soll sich der Umsatz von derzeit rund 360 Millionen € auf etwa 700 Millionen € fast verdoppeln. Türkei und China Die deutsche Mutter Otto Group setzt auf Expansion in der Türkei: "Dort haben wir Kleinaktivitäten, wollen aber deutlich stärker hineingehen. Wir sehen mittelfristig auch ein Engagement in China", sagt Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group. Als Einstieg in den Markt sei eine Mehrheitsbeteiligung bei einer chinesischen Gruppe denkbar. Die Gründe dafür seien einfach: "Alle europäischen Einzelhändler tun sich dort schwer. Umsatz kann man noch machen, aber kaum einer verdient dort Geld." Otto erwartet für das Geschäftsjahr 2011/12, das mit Februar zu Ende geht, ein einstelliges Umsatzwachstum. Im Vorjahr hatte die Gruppe 11,4 Milliarden € umgesetzt. Der gewinnbringendste Bereich ist nach wie vor der Onlinehandel. Potenzial sieht Otto in den Wachstumsmärkten in Russland und Brasilien.
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