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Wenig Luft im österreichischen Sporthandel für Ost-Expansion

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von Hans Pleininger | 07.02.2012 | 00:32

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Wenig Luft im österreichischen Sporthandel für Ost-Expansion

Ausbau. Während Österreichs Sporthandel noch relativ glimpflich durch den miesen Winter rutscht, stehen die Sportriesen im Osten auf der Bremse. Nur Intersport traut sich ein bisschen.

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Intersport Austria-Chefin Gabriele Fenninger will trotz schwieriger Marktbedingungen im Osten weiter expandieren

Wien. Jahrelang haben Österreichs Sportgiganten in den angrenzenden Oststaaten Gas gegeben und sich um die wichtigsten Sportplätze gestritten. Jetzt ist durch die schwache Konjunktur die Luft draußen und Intersport Austria, Sport 2000, Hervis und Gigasport müssen auf die Bremse treten.

Vor allem in Ungarn kam die Expansion der Österreicher vorerst zum Erliegen. "Wir sind in Ungarn auf Stand-by, der Markt wird von uns derzeit aktiv nicht mehr bearbeitet", sagt Sport 2000-Marketingleiter Christoph Krahwinkler: "Das Risiko in unserem Geschäftsmodell ist zu groß." Sport 2000 bietet seinen Händlern Delkredere an und müsse somit die Standorte besichern.

Intersport Austria würde sich sogar in Ungarn ein wenig verbreitern. Denn die in Wels ansässige Sportgruppe sei die Ostmärkte erst sehr spät angegangen und will aufholen. "Doch es traut sich niemand, zu investieren", heißt es aus der Intersport-Zentrale in Wels. Somit fehlen die notwendigen neuen Einkaufsund Fachmarktzentren.

Kurse und Steuer

Schwierig ist in Ungarn auch das bestehende Geschäft: Schwer lasten Wechselkursschwankungen und die erst vor ein paar Monaten gestiegene Mehrwertsteuer auf den Spannen. "Bei den Spannen fehlen uns bis zu fünf Punkte", sagt Intersport Austria-Chefin Gabriele Fenninger. "Aber Ungarn ist ein Sonderthema", sagt die Intersport-Österreich-Chefin. Trotz aller Probleme komme ein Rückzug aber nicht infrage.

Hervis ist schon lange in Ungarn und dort mit seiner Mutter Spar mitgewachsen -zum größten österreichischen Player. Von neuen Hervis-Shops hat man bislang jedoch auch wenig gehört. Gigasport, das Sportlabel von Kastner &Öhler, ist in Ungarn gar nicht dabei. Dafür ist Giga in Tschechien mit zehn Outlets vertreten. Den Ton geben dort aber die anderen an.

In Tschechien und der Slowakei sei die Lage auch nicht einfach, aber bei Weitem nicht so schlimm wie in Ungarn. In der Slowakei gibt es weniger Wettbewerbsdruck durch weniger Marktteilnehmer

Sport 2000, der in diesen beiden Ländern mit 94 Shops der größte Händler ist, sieht sich eher extensiv nach neuen Partnerhändlern um, betont Krahwinkler. Die Intersportler aus Wels, die in diesen zwei Ländern auch schon 59 Filialen beliefern, sind da mutiger: Im Herbst sollen drei bis vier neue Intersport-Shops in der Slowakei kommen. "Hier sind wir schon Marktführer", lässt Intersport ausrichten. Und in Tschechien sind im Herbst dieses Jahres auch zwei neue Intersport-Läden geplant.

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