von Manfred Mader | 26.01.2010 | 17:04
BMW Steyr setzt auf Leih- statt Stammpersonal
Dank guter Prognosen sollen 150 neue Leiharbeiter eingestellt werden.
BMW Steyr-Chef Gerhard Wölfel
Das BMW-Motorenwerk im oberösterreichischen Steyr scheint glimpflich durch die Automobilkrise gekommen zu sein. Im Vorjahr ist es dank der Produktionsverlagerung der Sechs-Zylinder-Benzinmotoren von München nach Steyr zu einem vergleichsweise geringen Rückgang der Stückzahl um 15 Prozent auf 713.000 Motoren gekommen. Die Stammmannschaft konnte gehalten werden, es gelang sogar, ohne Kurzarbeit über die Runden zu kommen.
Für das Jahr 2010 erwartet BMW Steyr-Chef Gerhard Wölfel, die Stückzahlen vom Rekordjahr 2008 zu übertreffen. Denn gerade im Premiumsegment würde heuer die Nachfrage, insbesondere aus Asien, wieder anspringen.
150 neue Leiharbeiter
Um die Produktionsausweitung bewerkstelligen zu können, wird BMW Steyr zu den derzeit 100 Leiharbeitern zumindest 150 weitere aufnehmen. „Nur mit Leiharbeitern ist die Flexibilität möglich, die derzeit notwendig ist. Denn wir kalkulieren vorsichtig, niemand weiß, wie die Situation in zwei Jahren aussieht", so Wölfel zum WirtschaftsBlatt.
Der Manager bedauert, dass es in den Kollektivvertragsverhandlungen im Herbst nicht gelungen ist, eine höhere Flexibilität bei der Arbeitszeit festzulegen. „Offensichtlich benötigt das noch Zeit." Hätten sich die Arbeitgeber damals durchgesetzt, wäre es auch bei BMW-Steyr leichter möglich, verstärkt auf Stammpersonal zu setzen.
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