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Schoellerbank erreichte Ziele 2009 nicht

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29.01.2010 | 13:39

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Schoellerbank erreichte Ziele 2009 nicht

Die Schoellerbank konnte im abgelaufenen Jahr "nicht das erwartete" Wachstum erzielen. Bis 2012 soll das verwaltete Depotvolumen deutlich ausgeweitet werden.

Für eine der größten Privatbanken Österreichs, die Schoellerbank, hat nach Meinung des neuen Vorstandsvorsitzenden Robert Zadrazil das Krisenjahr 2009 "nicht das erwartete Wachstum gebracht".
Zahlen würden erst Mitte März im Zuge jener der Mutterbank, der Bank Austria, veröffentlicht werden. Die Schoellerbank hatte sich bis 2012 vorgenommen, die "Assets under Management" auf 10 Milliarden Euro anzuheben.

Aktuell liege das Depotvolumen bei 6,6 Milliarden Euro, was im Vergleich zu 2008 mit 6,4 Milliarden Euro höher liege, hieß es seitens der zur italienischen UniCredit Group gehörenden Bank gegenüber der APA. Weil für den erst seit einem halben Jahr im Amt befindlichen Zadrazil die Krise noch nicht überwunden sei, wolle er weiterhin auf "keine sexy" sondern "altmodische" Vermögens- und Investitionsstrategien setzen: Das konservative und langfristige Denken der Schoellerbank sei der Grund gewesen, weshalb sie die Krise für ihre Kunden besser als andere gemeistert habe. "Spekulative Anlageinstrumente wie Hedge Fonds oder 'toxische Papiere' haben sich nicht in unserem Bestand befunden", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Eine Lösung, wie man aus der Krise herauskomme, konnte Zadrazil allerdings nicht aus dem Ärmel zaubern: "Die Frage kann ich ihnen nicht beantworten." Jene Hebel, die im Euro-Raum bisher funktioniert haben, arbeiten nicht mehr, meinte er. Eine "extreme Herausforderung" bleibe weiterhin die Anlage im Niedrigzinsfeld. Tiefe Geldmarktsätze blieben auch 2010 "der stabile Anker für die Wirtschaft". Als "vorsichtig" und "zurücknehmend" bezeichnete Zadrazil die Tendenz beim Thema Sparquote. Der Private sei sehr vorsichtig, wobei auch die Arbeitslosigkeit ein Indikator sei.

Für die Schoellerbank sei für das angelaufene Geschäftsjahr "Wachstum das Ziel Nummer 1". "Der Grundsatz ist investieren statt spekulieren", unterstrich der Vorstandsvorsitzende. Man müsse die Kunden noch mehr von der Verlässlichkeit der Bank überzeugen. Zudem schrieb Zadrazil die Bonität bei den Schuldnern groß. Ein weiterer Schwerpunkt sollen Stiftungen bilden. Grundsätzlich wolle er die Marke Schoellerbank besser positionieren und dabei auch auf die UniCredit-Länder gehen.

(APA)

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