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CA Immo: Klage über 200 Millionen Euro gegen Grasser & Co

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von APA/jake | 07.02.2012 | 17:34

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CA Immo: Klage über 200 Millionen Euro gegen Grasser & Co

Buwog-Skandal. Die CA-Immo fordert von den Beschuldigten des Buwog-Strafverfahrens 200 Millionen € Schadenersatz. Laut Wochenzeitung "Falter" ermittelt die Kriminalpolizei im Finanzstrafverfahren auch gegen Ex-Finanzministers Karl-Heinz Grasser wegen Steuerhinterziehung.

WB/Foltin

Einmal mehr unter Beschuss: Gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser eröffnet die Kriminalpolizei eine neuen Front von Ermittlungen - unter anderem wegen Steuerhinterziehung

Wien. Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V) und die anderen Beschuldigten in der Causa Buwog sind nun auch mit einer Schadenersatzforderung der CA Immo konfrontiert, die im Privatisierungsverfahren der Bundeswohnungen dem Immofinanz-Konsortium knapp unterlegen war.

Die börsenotierte CA Immobilien Anlagen AG (CA Immo) hat sich dem Strafverfahren als Privatbeteiligte angeschlossen, berichtet die Wiener Wochenzeitung "Falter" in ihrer morgen Mittwoch erscheinenden Ausgabe laut Vorausmeldung. Die CA Immo bestätigt gegenüber der APA die Schadenersatzforderung dem Grund nach, wollte die vom "Falter" genannte Höhe aber nicht kommentieren.

Heikle Informationen mit Nachbesserung

Laut "Falter" fordert die CA Immo von den Beschuldigten des Buwog-Verfahrens 200  Millionen € Schadenersatz für "entgangenen Gewinn" und Beraterkosten. Bei der Privatisierung der staatlichen Bundeswohnungen im Jahr 2004 flossen während Grassers Amtszeit heikle Informationen: Das Immofinanz-Konsortium, das den Zuschlag erhielt, soll Hinweise zu den finanziellen Möglichkeiten des Mitbewerbers CA-Immo bekommen und daraufhin im Endspurt sein Angebot nachgebessert haben.

Geldtransfers über Zypern nach Liechtenstein

Überbracht wurde die Information vom Lobbyisten Peter Hochegger, der sie vom Grasser-Trauzeugen Walter Meischberger bekommen hatte. Hochegger und Meischberger erhielten von der siegreichen Immofinanz fast zehn Millionen € Provision, das Geld floss unversteuert nach Zypern und letztlich auf drei Konten in Liechtenstein. Den Verdacht, dass Grasser entscheidende Informationen aus dem Privatisierungsverfahren gegen Schmiergeld für seine Freunde und Geschäftspartner und möglicherweise auch für ihn weitergegeben habe, hat dieser stets entschieden zurückgewiesen.

"Wir haben das Verfahren von Beginn an verfolgt und alle möglichen Rechtsschritte gemacht. Nun haben wir uns im Strafverfahren als Privatbeteiligte angeschlossen, um die Interessen unserer Aktionäre zu wahren", sagte eine Sprecherin der CA Immo zur APA.

Finanzstrafverfahren gegen Grasser

Neben der Schadenersatzforderung muss sich Grasser auch mit steuerlichen Fragen auseinandersetzen: Die Kriminalpolizei eröffne nun eine neue Front im Finanzstrafverfahren gegen den Ex-Finanzminister wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung, so der "Falter". Untersucht wird die Versteuerung der unterjährigen Gewinne auf jenem Konto, auf das Grasser 500.000 € seiner Schwiegermutter eingezahlt haben will. Mit dem Geld wurden bei Aktiendeals unterjährige Gewinne von 65.000 € erwirtschaftet. Nun gehe es um die Frage, wer diese Gewinne versteuern hätte müssen.

Es gilt die Unschuldvermutung

Grassers Schwiegermutter Marina Giori-Lhota erklärte der Tiroler Finanzbehörde, sie sei nicht wirtschaftlich Berechtigte des Geldes gewesen. Grasser selber hat laut "Falter" diese Gewinne offenbar nicht versteuert und auf seine Schwiegermutter verwiesen. Grassers Anwalt betonte, alles sei korrekt versteuert worden. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

 

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5 Kommentare

Säße KHG bereits hinter Gittern,

wäre es natürlich befriedigender. Aber scheinbar zehrt die Ungewissheit doch an seinen Nerven und das hat auch was Positives. Vorschlag: Schwiegermutter wegen Verdunkelungsgefahr in U-Haft nehmen, wenn auch nur für 24 Stunden. Das macht sicher gute Stimmung in der Familie und bei interessierten Beobachtern.

Von Gast: Gast: columbus am 08.02.2012 um 12:31

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Warum klagt die CA-Immo NUR Grasser & Co. ?

Eigentlich müßte sie die Immofinanz und die Constantia als Hauptträger klagen. Warum sie dies nicht tut ? Weil der "Deal" nicht nur auf der ersten Stufe abgestimmt war, sondern auch auf der zweiten. Die Immofinanz bekommt die BUWOG, die BA-CA darf an der Finanzierung verdienen... die ganze Causa ist einfach nur widerlich, wohin man blickt. Hoffentlich hat die StA zumindest die Beraterverträge der Banken mit der Immofinanz/Constantia!

Von Gast: Gast: mc am 08.02.2012 um 10:59

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Diplomatenpass

In dieser unschuldsvermutungsschwangeren aber doch irgendwie lästigen Situation mag es für KHG tröstlich sein, dass er mithilfe seines Diplomatenpasses noch immer Bargeldkoffer nach Lust und Laune und völlig ohne lästige Kontrollen aus Liechtenstein und der Schweiz irgendwohin schaffen kann.

Von Gast: Gast: gründer am 08.02.2012 um 10:43

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Weisse Weste.....

Ich versteh´nicht, warum alle immer auf den armen Karl-Heinzi hinhauen, wo er doch nur das Beste für seine Schwiegermutter wollte und ausserdem eh eine so weiße Weste hat, dass es fast schon blendet...... Und überhaupt gilt sowieso die Unschuldsvermutung..... Wenn schon linke Partien, dann aber richtig, weil die "Kleinen" werden unbarmherzig eingesperrt. Man muss nur die richtigen Leute immer ein wenig mitnaschen lassen, dann kann einem gar nix passieren..... Wir sind wirklich eine Bananenrepublik....!!!

Von Gast: biker am 08.02.2012 um 08:58

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Re: Nein, nein, wir sind eine...

... Karottenrepublik... verrottete Karotten... mit so einer komisch orange-blauen Verfärbung, mal ein bißchen rötlicher, mal rabenschwarz... :-)) und mittendrin der arme Karl-Heinzi, der verzweifelt versucht, mit der letzten Fönwelle dieses Farbexperiment zuzudecken...

Von Gast: Gast: ab am 08.02.2012 um 11:04

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